Weihnachtsfeier im Hotel Regina in Pleystein
Alles, nur keine Routine

Seniorchefin Regina Hartwig liest Weihnachtsgeschichten vor. Horst Beigler spielt Weihnachtslieder auf der Zither, Holger Scheufler und Alexander Völkl (von links) tragen mit Musik und Gesang zum Gelingen der Weihnachtsfeier bei. Bilder: bey (2)
Vermischtes
Pleystein
27.12.2016
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Werner und Gertrud Pollmann aus Bochum lieben die weihnachtliche Atmosphäre im Hotel "Regina".

Das Pleysteiner Hotel "Regina" ist zwischen Weihnachten und Neujahr nahezu ausgebucht. Es sind Stammgäste, die in diesen Tagen kommen. Hier wird ein Weihnachtsfest einer großen Familie gleich gefeiert.

Eine Reisegruppe mit über 30 Urlaubern aus Baden-Württemberg traf bereits einige Tage vor Heiligabend in der Rosenquarzstadt ein. Andere Urlauber sind mit dem Auto aus Nordrhein-Westfalen angereist. Mit einem "Oberpfälzer Abendessen" werden die Gäste kulinarisch auf ihren Aufenthalt eingestimmt, erklärt Hotel-Chefin Lotte Hartwig.

Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, hat die Unterkunft ein mit dem Tourismusbüro der Stadt abgestimmtes Programm bis einschließlich 2. Januar ausgelegt. Da wird zum Ausflug nach Amberg, zum Bummeln durch Pleysteins Altstadt mit der Besichtigung der Weihnachtsfenster und zu Unterhaltungsabenden eingeladen. Höhepunkt ist natürlich der Heiligabend. Am Nachmittag feiern die Urlauber gemeinsam Weihnachten. Da ist dann die Familie Hartwig gefordert. Die Gäste kennen sich zum größten Teil untereinander, so dass allein schon deshalb keine Langeweile aufkommt.

Seit über 50 Jahren Gäste

Bei der Feier trägt Senior-Chefin Regina Hartwig unterm geschmückten Christbaum Weihnachtsgeschichten vor. Neben ihr sitzt der Vohenstraußer Bäckermeister Horst Beigler, lange schon nicht mehr in der Backstube tätig, an der Zither. Abwechselnd gibt es für die Zuhörer eine Geschichte und ein Musikstück. Alexander Völkl mit dem Akkordeon und Holger Scheufler, sonst in den Pleysteiner Chören aktiv, tragen mit Musik und Gesang zum Gelingen der Feier bei.

In diesem Moment bestätigen sich die Worte von Regina Hartwig in ihrer Begrüßung: "Heiligabend verbindet die Menschen, er darf nicht zur Routine werden und soll auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen sein."

Werner und Gertrud Pollmann aus Bochum kommen seit über fünf Jahrzehnten nach Pleystein. "Die gesamte Atmosphäre ist angenehm", loben sie. Die beiden schätzen vor allem die Unkompliziertheit bei den Gastgebern und freuen sich seit jeher über die Präsenz des jeweiligen Bürgermeisters. Die Pollmanns werden die nächsten vier Wochen in der Stadt und dann anschließend im Februar noch zwei Wochen auf Lanzarote verbringen. Der lange Aufenthalt in Pleystein hat aber noch einen anderen Grund: Im Januar feiern der 80-Jährige Werner Pollmann und seine 78-jährige Ehefrau den 59. Hochzeitstag.

Friedhelm und Christl Hill, Sprockhövel, kommen seit über 40 Jahren in einem Umkreis von 60 Kilometern in die Region um Pleystein. Heuer genießt das Ehepaar zum 16. Mal die Weihnachtsstimmung im Hotel "Regina". Die nennt Friedhelm Hill auch "das Besondere" in Verbindung mit der Silvesterfeier. Jedes Jahr trifft man sich mit Hans und Renate Prinzing aus Bad Reichenhall.

Franz und Marie Luise Friede sind seit Jahrzehnten Stammgäste. Sie fühlen sich hier "aufgenommen", auch wenn die Feier an Heiligabend durch eine Grippeerkrankung des Ehemannes etwas beeinträchtigt ist. Sehr hoch schätzen alle Urlauber den Besuch des jeweiligen Stadtoberhauptes ein. Bürgermeister Rainer Rewitzer macht es seinen Vorgängern gleich: Er begrüßt die Besucher, dankt für ihre Treue und übergibt Ingeborg Frey aus Hemmingen ein Geschenk für den 15. Aufenthalt in Pleystein. Über eine Stunde dauert die Feier, dann machen sich einige Urlauber auf den Weg zur Christmette. Andere drehen eine Runde durch die Stadt und verkürzen so die Zeit bis zum Büfett.

Die gastgebende Familie Hartwig hat ihr Weihnachtsfest zugunsten ihrer Gäste um einige Tage vorverlegt, berichtet Lotte Hartwig. Nur mit Unterstützung der gesamten Familie sei es möglich, die Besucher zufriedenstellend zu bewirten und zu betreuen. Das werde auch von allen Gästen gewürdigt, das Lob sei entsprechend. Akzeptiert werde aber auch von den Gästen, dass die Gastgeber an Heiligenabend um 22 Uhr in der Gaststube das Licht ausschalten.
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