Rosaroter Schmierling im Korb

Das Waldgebiet um den Großen Weiher erwies sich als reichhaltige Fundgrube für verschiedenste Pilze. Bilder: exb (2)
Freizeit
Plößberg
12.09.2017
67
0

Sehr selten, sehr schmackhaft oder sehr giftig: Die ganze Palette aus der Welt der Pilze kommt bei einer Wanderung der Siedlergemeinschaft zum Vorschein.

Aus Vohenstrauß war der Pilzsachverständige Stefan Hartwig gekommen, um die Interessenten zwei Stunden lang durch den Wald zu führen. Es wurden Pilze rund um den Großen Weiher gesammelt. Schon während der Wanderung erklärte Hartwig die verschiedenen Pilzarten wie Röhrlinge (Steinpilze, Rotkappen, Herrenpilze, Semmelpilze, Maronen, Bitterpilz), Lamellenpilze (Milchlinge, Täublinge, Fliegenpilze, Knollenblätterpilze), Stachelpilze und Röhrlingsverwandte.

Das Interesse war riesengroß. 23 Pilzfreunde hatten sich eingefunden, sogar aus Schönsee kam eine Teilnehmerin. Nach der Wanderung gab es in der Weiherklause eine Auswertung der essbaren und nicht essbaren Funde. Sage und schreibe 85 verschiedene Pilzarten hatten die Teilnehmer in ihren Körben, wobei 35 davon essbar waren.

Unter den Fundstücken war auch ein giftiger Blutblättriger Hautkopf, mit dem man sogar Wolle färben kann, außerdem ein ganz seltener essbarer rosaroter Schmierling aus der Gattung der Schmierlingsverwandten. Stefan Hartwig gab auch zur Zubereitung einige Tipps, ob Pilze blanchiert, geröstet, eingefroren oder gedörrt werden sollen. Der Fachmann empfahl, sich auf jeden Fall an einen Pilzsachverständigen zu wenden, sollte sich jemand nicht sicher sein, ob ein Pilz essbar ist oder nicht, sogar giftig oder tödlich. Nach der praktischen Auswertung bedankte sich die Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Plößberg, Elli Müller, für den interessanten Vortrag.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.