23.06.2017 - 20:00 Uhr
PlößbergOberpfalz

Plößberg startet mit den Umsetzungsmaßnahmen zur städtebaulichen Entwicklung Neue kulturelle Mitte

Ein neues Zentrum soll in der Marktgemeinde entstehen. Dazu gibt es Geld aus dem Programm "Soziale Stadt".

Nach dem Eintreffen des Zuwendungsbescheides kann jetzt die städtebauliche Entwicklung starten. Im Bild Bürgermeister Lothar Müller mit den Planern Dr. Klaus Zeitler (Mitte) und Klaus Stiefler. Bild: lk
von Autor LKProfil

Die Gemeinde startet mit den Umsetzungsmaßnahmen zur städtebaulichen Entwicklung. Nach Abgabe des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) gibt es dazu auch Finanzmittel aus der Städtebauförderung. "Jetzt kann es endlich losgehen", freute sich Bürgermeister Lothar Müller im Beisein von Hubert Götz, als der Zuwendungsbescheid bei der Gemeinde einging. Aufbauend auf die Bürgerbefragung und die fachlichen Analysen des Planerteams Klaus Stiefler, RSP Architekten Bayreuth, und Dr. Klaus Zeitler, SIREG Rottenburg, wurden im ISEK die Zielsetzungen der baulichen und sozialen Entwicklung von Plößberg erarbeitet.

Zwei Schwerpunkte

Laut Zuwendungsbescheid ist die Gemeinde damit in das Programm "Soziale Stadt" aufgenommen und kann mit den Entwicklungsprojekten starten. "Im Wesentlichen haben wir uns für die kommenden Jahre zwei Aufgabenschwerpunkte gesetzt: Die bauliche Sanierung im Hauptort voranbringen und die sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen des demografischen Wandels in den Griff bekommen", fasste Lothar Müller zusammen. "Dabei wollen wir das Areal im Umfeld des Kultursaales, des Museums, der Schule und des Rathauses zur neuen kulturellen Mitte von Plößberg weiterentwickeln und im Umfeld der Kirchen, der Kirchstraße und der Hauptstraße die Attraktivität unserer Dienstleister und Geschäfte verbessern". Hier soll es dann auch Anreize für private Initiativen geben wie beispielsweise die Möglichkeit einer steuerlichen Abschreibung von Sanierungsmaßnahmen im sogenannten Sanierungsgebiet oder die Unterstützung von Bauprojekten durch die Auflage eines kommunalen Förderprogramms.

Da die für die Barrierefreiheit des Rathauses notwenigen Finanzmittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) bereits zugesagt wurden, lag es laut Auskunft der Gemeinde nahe, auch die Sanierung des Rathauses und die Aufwertung des Außenbereichs zusammen mit der Städtebauförderung in einer einzigen Maßnahme zu realisieren. "Damit haben wir eine Baustelle und können alles auf einmal erledigen".

Selbstverständlich soll hierbei die Bevölkerung mit eingebunden werden. "Wir bereiten derzeit einen gemeinsamen Planungstag vor. Da hat unsere Bevölkerung dann die Möglichkeit, sich konstruktiv in die Planung mit einzubringen", beschrieb Lothar Müller die weiteren Schritte.

Standort für Kirchweih

"Ziel ist es, aus dem gesamten Areal eine neue kulturelle Mitte für Plößberg zu machen. Mit dem Kultursaal und dem neuen Außenbereich an der Schule haben wir nun vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten." Aus diesem Grund soll auch das Plößberger Bürgerfest im Juli bereits in der neuen "kulturellen Mitte" von Plößberg stattfinden. "Wir denken daran, auch die Kirchweih im Oktober hierher zu verlegen. Damit ergänzen wir das Programm im Kultursaal durch Veranstaltungen im Außenbereich und werden unseren im ISEK formulierten Zielsetzungen gerecht", so der Bürgermeister.

Als weitere Maßnahmen zur Umsetzung des ISEK nannte Bürgermeister Müller den Start einer Marketingkampagne für Plößberg, die Beauftragung des sogenannten Kernbereichsmanagements sowie die Errichtung eines Bürgertreffs in der Blumenstraße.

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