22.03.2018 - 16:20 Uhr
Plößberg

Marktgemeinderat Plößberg billigt eimnstimmig neuen Haushalt Der nächste Rekord

Den Rekordhaushalt des vergangenen Jahres hat die Marktgemeinde noch einmal aufgestockt. So ergibt sich heuer ein Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro. Und mit der Summe der Rücklagen liegt die Kommune auch auf Höhe des Schuldenstandes.

von Werner Schirmer Kontakt Profil

In seinen Ausführungen bei der Sitzung des Marktgemeinderates erinnerte Bürgermeister Lothar Müller an den Rekordhaushalt im Jahr 2017. Der hatte einen Umfang von rund elf Millionen Euro. Der aktuelle Ansatz übersteigt diese Summe um rund vier Millionen Euro. Der Stand der Rücklagen betrug laut Müller zum Ende des vergangenen Jahres rund 5,8 Millionen Euro. Dies sei allerdings darin begründet, dass in 2017 eingeplante Ausgaben, etwa für Schule oder Breitbandausbau, nicht kassenwirksam wurden. Außerdem verbuchte die Gemeinde "überplanmäßig hohe Gewerbesteuereinnahmen". Nach den ursprünglichen Plänen sollte die Rücklage sinken.

Dank der Stabilisierungshilfe konnte Müller auch von einem Rückgang der Schulden zum Jahresende von rund 5,34 Millionen auf 4 982 604 Euro berichten. Heuer sei eine Schuldenaufnahme vom 800 000 Euro vorgesehen. Auch in den nächsten Jahren werde die Gemeinde weitere Schulden aufnehmen müssen.

Einnahmen

In seinen Ausführungen zum Haushalt ging der Bürgermeister auch auf die wichtigsten Ansätze bei den Einnahmen ein. So kalkuliert die Gemeinde heuer mit 498 299 Grundsteuer. Im Vorjahr lag diese Zahl bei 495 800 Euro. An Gewerbesteuer sind 1,65 Millionen Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro) aufgelistet. Weiter stehen auf der Einnahmenseite der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer von 1 588 000 Euro (+ 172 000 Euro) und die Schlüsselzuweisung von 485 350 Euro (+ 229 000 Euro).

Ausgaben

Zu den größten Posten bei den Ausgaben gehören die Gewerbesteuerumlage in Höhe von 404 000 Euro (Vorjahr 181 000 Euro) und die Kreisumlage mit 1 465 300 Euro. Im vergangenen Jahr wurden hier 1,63 Millionen Euro fällig, für 2019 kalkuliert Müller mit 1,9 Millionen Euro. Bei den Maßnahmen im Verwaltungshaushalt stellte Müller heraus, dass die Investitionen oft über Zeitraum von mehreren Jahren angelegt seien. So erscheine wieder das Kommunale Investitionsförderprogramm, das 794 000 Euro für den barrierefreien Umbau des Rathauses vorsieht. Die letztjährige Ausschreibung hatte kein brauchbares Ergebnis erzielt. Bei den größeren Posten finden sich im Haushalt die Sportanlagen der Grundschule (750 000 Euro), Ausgaben für das Feuerlöschwesen (177 100 Euro) oder die Sanierung des Anwesens in der Blumenstraße 22 (Bürgertreff) mit 250 000 Euro.

Für den Neubau der Kläranlage sieht der Haushalt einen Ansatz von 2,1 Millionen Euro vor, für den Ausbau des schnellen Internets 927 000 Euro. Viele Maßnahmen würden mit Zuschüssen unterstützt, erläuterte der Bürgermeister, leider aber nicht der Neubau der Kläranlage. In seinen Ausführungen verdeutlichte Müller, dass der "riesige Haushalt" auch einen hohen Arbeitsaufwand erfordere. Deshalb gelte es Prioritäten zu setzen. Am wichtigsten sei natürlich der Neubau der Kläranlage. Sollte die Ausschreibung zeitnah nicht möglich sein und der Bau erst 2019 starten, dann würden sich Zeitfenster für andere Maßnahmen eröffnen, etwa für Straßensanierungen. Der Haushalt wurde einstimmig angenommen.

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