Simon Bäuml schildert Alltag eines Berufsimkers
Honig aus Tannen und Akazien

Mit Informationen über seinen Beruf wartete Simon Bäuml bei Treffen der Imker auf. Im Bild (von links): Simon Bäuml, Bürgermeister Lothar Müller, Kreisvorsitzender Johann Schön, Albert Fütterer und Willi Gmeiner (langjährige Beisitzer), Maria Gleißner (langjährige zweite Vorsitzende), Vorsitzender Franz Reichl und 2.Kassier Manfred Kopp. Bild: flt
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Plößberg
26.03.2018
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Die Imkerei ist eine kleine Wissenschaft und harte Arbeit. Simon Bäuml kennt den aufwendigen Alltag der Berufsimkerei.

Die Mitglieder des Imkervereins erhielten bei der Jahresversammlung Einblick in die Berufsimkerei. Gleich zu Beginn des Treffens im Gasthof "Schwarzer Adler" berichtete Simon Bäuml über seine Arbeit in einer Imkerei in Südhessen.

"Ich bin mit meiner Arbeit der glücklichste Mensch", begann Bäuml. Der Betrieb hat mehrere 100 Völker und befasst sich mit der Honiggewinnung und Vermarktung im Hofladen und auf Märkten. Im Frühjahr werden die Kisten über eine größere Fläche Hessens verteilt, wobei je Stellfläche bis zu 50 Völker stehen. Der Auftakt der Saison würde in den Rapsfeldern erfolgen. Nach der Ernte gehe es auf deutschlandweite Wanderschaft, um verschiedene Honigsorten wie Heide-, Akazien- oder Tannenhonig zu gewinnen. Er betonte, dass ihnen bei der Auswanderung die Zusammenarbeit mit den Hobbyimkern vor Ort wichtig ist.

Im Sommer erntet der Betrieb mehrere Tonnen Honig pro Tag, den die fleißigen Arbeiterinnen, eine Mischung aus Buckfast- und Carnica-Bienen, einbringen. "Um den Rücken zu schonen, nehmen wir jede maschinelle Unterstützung, die wir haben können. Im Sommer gibt es keinen Urlaub und lange Arbeitstage, hier müssen wir auf unsere Gesundheit achten", so Bäuml. Zum Saisonende hin würden die Bienen mit vielen Tonnen Futter versorgt und erneut untersucht. Im Winter bietet der Betrieb im Hofladen und auf Weihnachtsmärkten viele Honigspezialitäten und Bienenwachskerzen an.

Vorsitzender Franz Reichl bedankte sich beim Referenten und freute sich anschließend über die Ehrung verdienter Mitglieder. Er bedankte sich bei Maria Gleißner für 25-jährige Mitarbeit als 2. Vorsitzende und bei Albert Fütterer und Willi Gmeiner für 25-jährige Mitarbeit als Beisitzer. Manfred Kopp sagte er Dank für 27 Jahre Arbeit als Kassier, wobei er noch in dieser Tätigkeit aktiv ist und seinen Nachfolger Volker Hess einarbeitet. Altersjubilare waren Alfons Schön (40 Jahre) und Karl Sammet sen. (70 Jahre). Bürgermeister Lothar Müller bedankte sich bei den langjährigen Mitgliedern für ihre stete Bereitschaft. Durch die Imkertätigkeit seines Vaters und durch die Besuche der Versammlung habe er inzwischen ein wenig Einblick in dieses Hobby. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den Ausführungen des Berufsimkers. Er bedankte sich bei allen Mitgliedern, dass sie dieses aufwendige und fast wissenschaftliche Hobby betreiben und freute sich, dass die Imker durch ihre jährliche Honiglieferung den Seniorennachmittag der Gemeinde bereichern. Der Vorsitzende konnte abschließend von Imkerstammtischen, Vorstandssitzungen und einem Gedenkgottesdienst mit Ambrosiusfeier im abgelaufenen Vereinsjahr berichten. Die 40 Mitglieder (einer mehr als im Vorjahr) betreuen aktuell 230 Bienenvölker. Er erinnerte an die Bestellung des Varroamittels, das nicht mehr von der EU, aber dafür vom Landkreis gefördert wird. Reichl freute sich auch, dass bei drei Mitgliedern das freiwillige Faulbrut-Monitoring ohne Auffälligkeiten verlief. Interessenten an dieser freiwilligen Überprüfung sollen sich bei ihm melden. Kassier Volker Hess berichtete von einem ausgeglichenen Vereinsjahr.

Maria Gleißner blickte mit ihren Ausführungen zum Bienenjahr 2017 auf ein ertragreiches zurück, auch wenn die Saison am 3. August abrupt beendet war.
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