29.03.2018 - 20:00 Uhr
Plößberg

Vortrag "Wie viel Eltern braucht das Kind?" von Andreas Dandorfer Kinder brauchen Freiräume

Die Schulleitung der Grundschule hatte die Eltern ihrer Schüler und die Eltern der Vorschulkinder zum Vortrag "Wie viel Eltern braucht das Kind?" eingeladen. Pastoralreferent Andreas Dandorfer von der Katholischen Erwachsenenbildung referierte dazu vor zahlreichen Eltern im Mehrzweckraum. In einem mit vielen persönlichen Beispielen unterlegten Vortrag gelang es Dandorfer sehr gut, den Zuhörern nahe zu bringen, wie komplex Erziehung ist und dass es keine Gebrauchsanweisung zu diesem Thema geben kann. Er stellte fest, dass sich heute Eltern sehr oft von den vielen Förderangeboten für ihr Kind überfordert fühlen. Alle Eltern wollten das Beste für ihr Kind herausholen. Das beginne schon im Babyalter mit Besuch der Krabbelgruppe, Babyschwimmen, musikalischer Früherziehung usw. Dabei sollten die Eltern beachten, dass Kinder Freiräume bräuchten, um ihre Kreativität auszuleben. Die Eltern sollten ihrem Kind das richtige Maß an Selbstständigkeit zutrauen, denn nichts raube Kindern so gründlich das Selbstvertrauen wie ständig besorgte Eltern.

"Eine Erziehung ohne Fehler gibt es nicht." Zitat: Pastoralreferent Andreas Dandorfer
von Externer BeitragProfil

Kinder lernen in erster Linie durch Vorbilder, auch durch negative Vorbilder. Eltern sollten ihren Kindern Grenzen aufzeigen, sich nicht auf die gleiche Stufe mit ihnen stellen. Der beste Erziehungsstil sei ein autoritativer Stil, er beinhaltet die elterliche Wertschätzung, gewährt Eigenständigkeit und setzt Grenzen durch Fordern und Fördern. Kinder sollen auch gewisse Frustrationen aushalten lernen, das gehöre zu einer Persönlichkeitsentwicklung dazu, so der Redner. Dandorfer stellte im Laufe seines Vortrags auch eine Reihe von Büchern vor, die sich mit verschiedensten Erziehungsstilen befassen. Zum Schluss ermutigte er die Eltern sich bewusst zu machen, dass jedes Kind anders ist, jedes Kind hat Stärken und Schwächen. "Eine Erziehung ohne Fehler gibt es nicht", betonte Dandorfer. Dazu sollten die Eltern stehen und eine gewisse Gelassenheit bei der Erziehung zeigen.

Eine Erziehung ohne Fehler gibt es nicht.Pastoralreferent Andreas Dandorfer
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