05.09.2017 - 20:00 Uhr
PlößbergOberpfalz

So viele Lehrlinge wie noch nie Neue Azubis bei Kartonagenwerken

Das Liebensteiner Kartonagenwek hat zehn Auszubildende neu eingestellt. Das sind so viele wie nie zuvor. Und die staunten nicht schlecht, was sie bei der ersten Führung durch den Betrieb alles sahen.

von Externer BeitragProfil

Liebenstein. Gleich zehn Auszubildende in vier Ausbildungsberufen starteten am 1. September ihre Lehrzeit im Liebensteiner Kartonagenwerk. Vom Industriekaufmann über technische Produktdesigner bis zum Packmitteltechnologen und Anlagen- und Maschinenführer werden die jungen Mitarbeiter in nahezu allen Bereich des Unternehmens ausgebildet.

Am ersten Tag konnten sich die zehn Auszubildenden nach der Begrüßung und kurzen Einführung durch Geschäftsführerin Marion Forster bei einer Betriebsführung ein Bild über das Liebensteiner Kartonagenwerk machen. Dabei zeigte sich manch ein Lehrling überrascht über die Größe und Komplexität des Unternehmens. Der Rundgang in der über 380 Meter langen Produktionshalle dauerte über zwei Stunden.

Für Marion Forster ist die Ausbildung eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens. "Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, den wir auch hier in der Region schon deutlich spüren, ist es wichtig, sich die Fachkräfte selbst heranzuziehen." In den vergangenen Jahren seien nahezu alle Auszubildenden übernommen worden, und zum Großteil seien sie auch heute noch im Betrieb.

Insgesamt beschäftigt das Liebensteiner Kartonagenwerk mittlerweile 350 Mitarbeiter, darunter sind 16 Auszubildende bzw. BA-Studenten am Standort Plößberg. Für Inhaber Bernhard Schön ist die Ausbildung auch eine Investition in die Region. "Wir müssen es schaffen, dass unsere jungen Leute hier die Möglichkeit erhalten, auch in anspruchsvollen Berufen Karriere zu machen. Nur so halten wir unsere Region fit für die Zukunft."

Wie intensiv man sich im Liebensteiner Kartonagenwerk mit der Zukunft beschäftigt, zeigt die Tatsache, dass das Unternehmen einer der Bundessieger in der Kategorie "Fertigung" des Wettbewerbs "We do digital" des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ist. Gesucht wurden für den Wettbewerb Gesichter und Geschichten rund um das Thema Digitalisierung, Internet der Dinge und Industrie 4.0.

Das familiengeführte Industrieunternehmen konnte sich mit seinem Gesamtkonzept zur Digitalisierung der Abläufe in Produktion und Verwaltung gegen zahlreiche Unternehmen durchsetzen. Insbesondere die digitale Abbildung aller Geschäftsprozesse wurde bei der Preisverleihung im Rahmen des G 20 Young Entrepreneurs' Alliance Summit in Berlin hervorgehoben. Geschäftsführer Sebastian Forster nahm den Preis aus Händen von Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK, vor Mitarbeitern und Inhabern von mehr als 400 Unternehmen entgegen.

"Für uns ist es eine Bestätigung, dass wir mit unserer Digitalisierungsstrategie auf dem richtigen Weg sind", so Forster. "Insbesondere in unserem Marktumfeld mit großen und international aufgestellten Kunden ist es essenziell, dass alle Abläufe schnell und digital abgewickelt werden können." Sichtbar wird die Digitalisierung beispielsweise anhand der selbstentwickelten Plattform Boxweb. Diese Plattform ermöglicht es, verschiedene Geschäftsprozesse auf einer Oberfläche abzuwickeln, verschiedene Datenbanken zu verknüpfen und zu visualisieren. Dadurch können auch Produktions- und Unternehmensdaten jederzeit live und aktuell dargestellt werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp