Konzert in St. Michael
Mit Posaunen und Trompeten

Der Posaunenchor des CVJM Rosenberg zeigte beim Adventskonzert in der St.-Michaels-Kirche in Poppenricht seine große Klasse. Pfarrer Uwe Markert berichtete während des Konzerts, dass der Leiter und Dirigent des Ensembles, Kurt Lehnerer, vom bayerischen Sozialministerium für seine langjährige erfolgreiche Posaunenchorarbeit geehrt wurde. Bild: cog
Kultur
Poppenricht
14.12.2016
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Freut euch, der Herr ist nahe! Diese Freude ließen der Posaunenchor des CVJM Rosenberg und Christian Hammerschmidt an der Orgel beim Adventskonzert in der voll besetzten St.-Michaels-Kirche erklingen. Alte und neue Kompositionen zu Advent und Weihnachten stimmten die Zuhörer auf die Heilige Nacht ein.

Bestens disponiert waren die 15 Bläser. Alle Stimmen präsentierten sich gut besetzt, und schon bei Gerd Wachowskis "Adventsintrade", mit der der Posaunenchor das Konzert eröffnete, beeindruckte die kraftvolle, dabei aber immer nuancierte Gestaltung.

Musik und Texte


Die Bläser spielten Bearbeitungen von Adventschorälen wie "Tochter Zion, freue dich" und "Enatus est Emanuel". Pfarrer Uwe Markert trug zwischen den Stücken die Texte vor und ermöglichte so den Besuchern ein vertieftes Verständnis der Musik. Sehr schön war "Hosianna, Hosianna, dem Sohne Davids". Die fünfstimmige Motette hat Kurt Lehnerer, der Leiter des Posaunenchors, doppelchörig arrangiert. Die schöne räumliche Klangwirkung, der strahlende Trompetenton und die warme Klangfarbe des tiefen Blechs ließen das Werk geradezu leuchten. Lehnerer dirigierte sorgsam. Mit meist kleinen, immer absolut präzisen Bewegungen führte er jeden einzelnen seiner Bläser. Er gestaltete eine ausdrucksstarke Dynamik und reizvolle Dialoge zwischen den einzelnen Stimmen. So konnten die Stücke ihren Glanz entfalten. Ein spritziger, ansteckender Spaß "Rudolph, the red-nosed reindeer". Hier tanzte Lehnerer fast, und sein Schwung übertrug sich auf die Zuhörer: Alle Füße wippten, jeder lächelte.

Bei einigen Liedern war auch das Publikum zum Mitsingen eingeladen. Dann wechselten sich die Bläser mit der Orgel bei der Begleitung ab. Christian Hammerschmidt spielte auch mit den Bläsern zusammen, und die unterschiedlichen Klangfarben ergänzten sich sehr schön.

Seine Solostücke interpretierte der Organist mit Gefühl und kluger Registrierung. So arbeitete er den sehr unterschiedlichen Charakter des barocken "Machet die Tore weit" wie auch des modernen "Christmas ahead" heraus und machte deutlich, dass die Menschen das Nahen des Erlösers verschieden wahrnehmen, die Freude über Christi Geburt aber alle Zeiten und alle Menschen vereint. Mit kräftigem Beifall dankten die Zuhörer den Bläsern und dem Organisten für das schöne Konzert. Statt einer Zugabe spielten die Bläser zum Abschluss "O du fröhliche", und wieder sangen die Besucher aus vollem Herzen mit.

Spenden für Unicef


Die Besucher spendeten am Ausgang Geld in die hierfür aufgestellte alte Tuba für das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Insgesamt gaben sie 604,50 Euro. Diesen Betrag rundeten Kurt Lehnerer und Wolfgang Böttner, der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, auf 700 Euro auf, die dazu beitragen werden, die Not der Kinder in Aleppo zu lindern.
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