13.04.2004 - 00:00 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Farbenprächtiges Mosaik in Poppenrichter Pfarrkirche Einmalige Fenster

von Autor WWLProfil

Befänden sich die Bleiglasfenster der katholischen Pfarrkirche in München, würden sie nach Ansicht von Lehrer und Heimatforscher Mathias Conrad eine große Beachtung erfahren. Die Einmaligkeit dieser Fenster betonte er bei einer Führung der AOVE-Veranstaltungsreihe zur Goldenen Straße.

Conrad sprach von rund 25 000 Einzelgläsern, die an der Ostseite der Kirche St. Michael ein farbenprächtiges Mosaik bilden, das sich auf fünf dreibahnige Fenster verteilt. Das von dem Würzburger Professor Wolfgang Mahlke entworfene Kunstwerk zähle "zum Großartigsten, was nach dem Krieg an sakraler Glaskunst in Bayern entstanden ist". Das erste Fenster habe die missionierende, die hörende und die triumphierende Kirche zum Thema, die restlichen vier befassten sich mit dem Erlösungswerk Christi.

Conrad ging auch auf die Putzfreskos - "Sgrafitto" genannt - über dem Kirchenportal ein. Dargestellt würde das jüngste Gericht, und dominante Gestalt sei der Erzengel Michael mit dem Kreuzesstab.

Conrad nahm die Teilnehmer der Führung mit auf eine Zeitreise zurück in das 16. und 17. Jahrhundert, als Poppenricht noch "Poppenrieth" hieß. Im Jahre 1652/53 fiel die Einführung des so genannten Simultaneums für Poppenricht, eingeführt von Herzog Christian August. Festgelegt wurde, dass katholische und evangelische Christen die vorhandene Kirche und den sie einst umgebenden Friedhof gemeinsam nutzten, was bis 1964 galt. Danach zogen die Katholiken in ein neues Gotteshaus, die "alte Kirche" nutzen seitdem die Evangelischen.

Letzte Station des Rundganges war das Gasthaus "Zu den drei Mohren". Zu dem an der Fassade angebrachten Hinweis, das Gasthaus liege an der Goldenen Straße, gibt es laut Conrad keinen Anhaltspunkt. Die einstige Trasse führte seinen Worten nach vielmehr von Sulzbach nach Hahnbach.

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