04.09.2012 - 00:00 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

SPD-Ortsverein Poppenricht/Traßlberg kritisiert Votum von CSU und FW bei Thujenpflanzung Nachträglich ändern ist ungerecht

von Autor WWLProfil

Breiten Raum nahmen in der Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Poppenricht/Traßlberg Beschlüsse der Mehrheitsfraktion CSU und Freie Wähler im Gemeinderat ein. Sowohl die Entscheidung über einen Umbau statt Neubau des Poppenrichter Kindergartens als auch die Änderung der Grünordungsvorschrift in drei neuen Bebauungsgebieten, ohne den fachlichen Rat der Kreisgartenberatung am Landratsamt oder eines erfahrenen Landschaftsarchitekten einzuholen, nahm man mit Kopfschütteln zur Kenntnis.

Die Entscheidung über den Umbau und die Sanierung des Kindergartens im Raiffeisengebäude in Poppenricht oder den Neubau eines zweigruppigen Kindergartens sei, so SPD-Fraktionsvorsitzender Alfons Graf, mehrmals ausführlich diskutiert worden. Beide Varianten hätten Vorteile, aber auch Nachteile. Für einen Umbau sprächen, dass kein Ausweichplatz für den Kindergarten gesucht werden müsse, die Heizung besser angeschlossen und die Sanierung über mehrere Haushaltsjahre verteilt werden könne.

Was stimmt hier?

Die Entscheidung der Mehrheitsfraktion basiere auch auf den niedrigeren Kosten bei einem Umbau, den die SPD-Fraktion jedoch in Frage stelle, sagte Graf. Sei die Sanierung des Kellers vor einiger Zeit noch mit 60 000 Euro kalkuliert worden, veranschlage die Schätzung jetzt plötzlich nur noch 20 000 Euro. Was stimmt hier?, fragte sich der SPD-Vorstand. Einstimmig habe deswegen die SPD-Fraktion für einen Neubau votiert, der lediglich 60 000 Euro teurer gewesen wäre und eine optimale Raumaufteilung aufweise. Vielfältige Erfahrungen bewiesen, so Graf, dass die Sanierung eines Gebäudes meist mehr verschlinge als kalkuliert. Außerdem bleibe es immer ein altes Gebäude mit diversen Mängeln. "Was langfristig die wirtschaftlichere Entscheidung gewesen wäre, wird sich in ein paar Jahren herausstellen", meinte Graf.

Verwunderung löste auch der CSU-Antrag, der letztlich mehrheitlich verabschiedet wurde, über die Aufhebung des Pflanzverbots für Thujen in den Neubaugebieten Sonnenseite und Sünderbühl aus, seien doch beide Bebauungs- und Grünordnungspläne vom Gemeinderat einstimmig beschlossen worden. Auch der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss habe sich, so Graf, dafür ausgesprochen, die Vorgaben der Grünordnung einzuhalten. "Wir lehnen eine nachträgliche Änderung der Bebauungspläne kategorisch ab", verdeutlichte SPD-Vorsitzender Michael Eckl, "auch deshalb, weil es ungerecht gegenüber denen ist, die sich an die Bestimmungen gehalten haben." Unverständnis herrschte auch darüber, dass die Einholung von Expertenauskünften verweigert wurde.

Verantwortung zeigen

Erfreut zeigte sich der SPD-Vorstand, dass die Planungsphase für den langersehnten Fußweg von Poppenricht nach Karmensölden in die Gänge gekommen sei. Lediglich seitens der Stadt Amberg wünsche man sich, dass diese für die Verkehrssicherheit ihrer Bürger mehr Verantwortung zeigen würden und eine positive Entscheidung für den Fußweg treffe.

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