08.12.2017 - 20:00 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Aus der Bürgerversammlung in Poppenricht Wasserpreis deckt Kosten nicht

Überschaubar ist die Zahl derer, die in der Bürgerversammlung Anliegen vorbringen. Einzig Martin Menzel trägt seine schriftlich eingereichten Anliegen vor. Dabei geht es um den Wasserpreis und um den Bolzplatz am Höhenweg.

Für Diskussionsstoff in der Bürgerversammlung sorgte der Bolzplatz am Ortsende von Poppenricht Richtung Karmensölden. Bild: gf
von Autor GFProfil

Altmannshof. (gfr) Bei der Zusammenkunft im Gasthof Kopf in Altmannshof wurde nur über zwei Themen diskutiert, aber durchaus heftig. Martin Menzel meinte dabei, dass der vor gut einem Monat vom Gemeinderat beschlossene Wasserpreis viel zu niedrig angesetzt worden sei. Denn damit müsse die Allgemeinheit das daraus resultierende Defizit tragen. Mindestens 2,05 Euro pro Kubikmeter wären überhaupt erst kostendeckend. Dann müsse der Wasserbezieher jährlich auch nur eine Erhöhung um etwa 20 Euro hinnehmen. Ein höherer Preis sei für Verbraucher auch ein Anreiz, mit dem kostbaren Lebensmittel Wasser sparsamer umzugehen.

Mit den Erlösen aus den Mehreinnahmen könnte sich die Gemeinde andere wichtige Projekte leisten. Menzel kritisierte, dass sich Poppenricht seit Jahren nicht an die Prüfungsempfehlung des Landratsamtes halte, den Wasserpreis anzuheben. Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm räumte ein, dass der beschlossene Satz "politisch moderat" sei. Auch der vom Kämmerer vorgeschlagene Satz wäre längst nicht kostendeckend gewesen. "Wir haben vergeblich für einen höheren Wasserpreis gestimmt", so SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt. "Wir würden sogar 2,05 Euro für den Kubikmeter unterstützen. Schmidt erinnerte daran, dass in der Rechnungsprüfung seit Jahren das Defizit beim Wasserpreis angemahnt werde. Johannes Hauer (CSU) fügte hinzu, die Gemeinde sollte sich darum bemühen, wenigstens im Laufe der nächsten zehn Jahren den Wasserpreis kostendeckend festzulegen. 3. Bürgermeisterin Gertrud Weigl (CSU) entgegnete, eine Anhebung auf 2.05 Euro hätte zu großem Ärger bei Bürgern geführt.

Für Diskussionsstoff sorgte erneut Martin Menzel, als er den Zustand des Bolzplatzes am Höhenweg beklagte: "Die Fußballtore sind schief, die Netze waren mal Netze und der Platz ist in einem untragbaren Zustand. Und er sollte eingezäunt werden." Einzig die Geräte der Cross-Fit-Gruppe seien in Ordnung. Alles nicht einfach zu lösen, so CSU-Sprecher Andreas Kopf. Der Bolzplatz befinde sich auf Privat-, nicht auf Gemeindegrund. Ohne ein Ja der Eigentümer könne die Gemeinde keinen Zaun errichten. "Wir wollen die weitere Nutzung, eine eventuelle Einebnung und einen Zaun mit den Eigentümern besprechen", so Hermann Böhm.

Und dann war noch der Rückstau in Abwasserleitungen in Altmannshof, der inzwischen größtenteils behoben wurde. Die als Ursache geltenden Microfasertücher werden im Auffangecken abgesondert und das Eindringen von Grundwasser ins Kanalsystem wurde durch Schließung undichter Leitungen beseitigt.

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