30.07.2017 - 20:00 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Aus der Sitzung ds Poppenrichter Gemeinderats Nahezu täglich fallen Mauerteile

Bevor über das weitere Vorgehen zur Dorfplatzerneuerung entschieden wird, muss die Standfestigkeit der alten Friedhofsmauer durch einen Statiker überprüft werden. Ihr baulicher Zustand sei nicht tragbar, so die einhellige Meinung des Gemeinderat: Nahezu täglich fallen Mauerteile heraus.

Die marode, alte Friedhofsmauer: Nahezu täglich lösen sich daraus Brocken und fallen herab. Bild: gf
von Autor GFProfil

 Diskussionsstoff gab es bei der Brunnengestaltung am neuen Dorfplatz. Waltraud Lobenhofer schlug vor, unterstützt von Hermann Böhm, einen Wettbewerb auszuloben. Drei oder vier Künstler sollen Vorschläge unterbreiten, wobei sich bei der Umsetzung die Ortsgeschichte, eventuell auch das Simultaneum, widerspiegeln sollen.

Probleme bereite die alte Friedhofsmauer, stellten die Gemeinderäte fest. Sie stehe unter Denkmalschutz, sei im Eigentum der evangelischen Kirche, und der Zustand sei alles andere als sicher: Jeden Tag lägen mehr Mauerbrocken hinter dem Bauzaun als tags davor. Diese Mauer stellt eine Gefahr dar, so Roger Hoffmann (SPD). Markus Zagel (SPD) meinte, es seien innerhalb des Denkmalschutzes Zuschüsse für die Sanierung möglich. Entsprechende Anträge müsste aber der Eigentümer der Mauer, keinesfalls aber die Gemeinde stellen. "Wir brauchen einen Statiker", so die einhellige Meinung aus der Runde der Räte. Dann sollten baldmöglichst Kirchenverwaltung und untere Denkmalschutzbehörde mit an einen Tisch, um das weitere Vorgehen zu erörtern.

In seinem Bericht wies Bürgermeister Franz Birkl (CSU) auf Baumpflegearbeiten in Traßlberg hin, außerdem auf Gespräche mit dem Förderverein für Simultankirchen sowie auf den Ausbau des Kernwegenetzes. Zu dem von Birkl angesprochenen Stammtisch für Gewerbetreibende ergänzte sein Vertreter Hermann Böhm (CSU), es habe sich beim letzten Treffen herausgestellt habe, dass an einer Gewerbeschau wenig Interesse bestehe. Dennoch werde man für 2018 eine solche Präsentation, eventuell verteilt auf drei oder vier Standorte in Poppenricht und Traßlberg, im Auge behalten.

Eine Sitzung des Planungsverbands habe ergeben, dass sich Ärzte aus dem ländlichen Raum immer mehr zurückziehen. Das Gremium meinte deshalb, es müssten geeignete Gegenmaßnahmen unternommen werden, sonst sei die nördliche Oberpfalz bald nicht mehr ausreichend versorgt. Zu den Simultankirchen meinte Waltraud Lobenhofer (SPD), auf diese müsste mit einer weitläufigen Beschilderung hingewiesen werden. Böhm fügte hinzu, es sei sinnvoll, die Simultankirchen-Radwege über die Landkreisgrenze hinaus zu vernetzen.

Ab 75. Geburtstag

Künftig gratuliert die Kommune Gemeindeangehörigen, die das 75. Lebensjahr vollenden sowie jeweils alle fünf Jahre. Die Jubilare können als Präsent zwischen einem Geschenkkorb und -gutscheinen wählen, die bei örtlichen Unternehmen einzulösen sind. Zur goldenen, diamantenen, eisernen und kupfernen Hochzeit gratuliert die Gemeinde ebenso.

Einig war sich der Gemeinderat, dass der Kirchensteig teilweise zum Fußweg abgestuft wird und mit der Dorferneuerung alle Pflasterarbeiten mit dem Betonpflasterbelag "Muschelkalk Nr. 2" ausgeführt werden. Baubeginn soll Mitte Oktober sein, Fertigstellung bis Mai 2018.

Auch in Traßlberg

Der Seniorentag bei den Kirchweihen führte zu Meinungsverschiedenheiten unter den Fraktionen. Seniorenbeauftragte Gertraud Weigl (CSU) wies auf die gelungene Premiere zuletzt in Poppenricht hin. Am Kirchweihmontag, 14. August, würde nun in Traßlberg die zweite Auflage folgen. Die Kosten teilen sich Gemeinde und Kirwaleit.

Vor dem Gemeinderat hatte der Bauausschuss der beantragten Nutzungsänderung einer Zweiradwerkstatt in eine Werkstatt für Motorräder und E-Bikes zugestimmt. Außerdem gab es für eine Terrassenüberdachung nebst Windschutz grünes Licht, und die Grundschule kann mit neuen Fahrradständern rechnen.

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