Poppenrichter Arbeitskreis zur Neugestaltung des Dorfplatzes lehnt Backofen ab
Freie Sicht auf die Kirche bewahren

"Mach dir nicht die Finger schmutzig, der Veranstaltungskalender 2017 ist noch druckfrisch", sagte Hermann Böhm (links), als er in der Gemeinderatssitzung das erste Exemplar an Bürgermeister Franz Birkl überreichte. Bild: gf
Politik
Poppenricht
28.12.2016
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Im kommenden Jahr sollen die Schäfloher Straße sowie die Trasse nach Siebeneichen ausgebaut werden. Das ergab ein Gespräch mit dem Amt für Ländliche Entwicklung, bei dem es um das Kernwegnetz ging.

Bei der Sitzung des Gemeinderats ging Bürgermeister Franz Birkl in seiner kurzen Rückschau auf die Gestaltung des Platzes vor dem Feuerwehrhaus in Poppenricht ein. Das Vorhaben sei mit dem mit der Planung beauftragten Landschaftsarchitekten und dem Kommandanten Markus Zagel besprochen worden. Die Ausstellung zur Energiewende im Rathaus informiere anschaulich über die Umweltschäden als eine Folge herkömmlicher Energieversorgung.

Gegen einen Backofen

Aus dem Arbeitskreis zur Neugestaltung des Dorfplatzes berichtete Hermann Böhm. Er informierte, dass sich die Teilnehmer gegen die vom Landschaftsplaner vorgesehenen Gebäude auf dem Dorfplatz und gegen einen Backofen ausgesprochen hätten. "Die Sicht auf die evangelische Kirche soll nicht beeinträchtigt werden", lautete das Argument.

Fahrversuche mit großen landwirtschaftlichen Maschinen ergaben laut Böhm, dass trotz eines Baumes am kleinen Dorfplatz bei den landwirtschaftlichen Betrieben die Zu- und Ausfahrt gesichert seien. Am Mittwoch, 1. Februar, trifft sich der Arbeitskreis Dorfplatz, am Montag, 6. März, der AK Spielplatz, der anregt, die Spielplätze auch mit Spielgeräten für kleinere Kinder auszustatten.

Einstimmig billigten die Gemeinderäte, dem Amt für Ländliche Entwicklung die Aufweitung der Schäfloher Straße sowie Baumaßnahmen in der St.-Michael-Straße vorzulegen. Andreas Kopf (CSU) und Markus Zagel (SPD) waren sich einig, dass eine Erneuerung der Straßendecke sinnvoll wäre, wenn sowieso schon der beidseitige Gehweg auf die gleiche Breite ausgebaut wird.

Geld für Nachwuchsarbeit

In den Genuss der Jugendförderung seien zehn Vereine mit fast 300 jugendlichen Mitgliedern gekommen, bilanzierte der Jugendbeauftragte Johannes Hauer. Um die Außenwirkung zu verbessern, sei ein Flyer geplant, mit dem alle Vereine, die Jugendarbeit leisten, sich mit ihren Projekten darstellen können.

Als gelungen bezeichnete Hermann Böhm den Veranstaltungskalender der Gemeinde Poppenricht für das Jahr 2017 in Form eines Flyers. Soweit von Vereinen oder Organisationen gemeldet, seien Monat für Monat die Termine aufgeführt. Weit über 100 seien zusammengekommen - bisheriger Rekord, aber Böhm schätzte, dass es noch mehr werden könnten. Die Zusammenarbeit unter den Vereinen sei harmonisch, sagte er. Besonders wies er auf den Gemeindeball am Freitag, 17. Februar, hin, den die beiden Kirwa-Vereine und der SV Luitpoldhöhe-Traßlberg gemeinsam organisieren. Einen Termin sollte man sich laut Böhm schon heute vormerken: Am 29. April 2018 ist das Gemeindefest in Traßlberg zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde Poppenricht.

Sie vermisse im Veranstaltungskalender Uhrzeiten, Veranstaltungsorte sowie die Seniorentermine, bemängelte Waltraud Lobenhofer. Außerdem sollte die neue Homepage der Gemeinde mit Senioren- und Jugendangeboten sowie um die Spielplätze ergänzt werden. Die Senioren brächten ihren eigenen Terminkalender heraus, hielt Gertraud Weigl dagegen.

Daten stehen oft nicht fest

Hermann Böhm verteidigte seinen Veranstaltungskalender mit dem Argument, dass vielfach Uhrzeiten oder Veranstaltungsorte ein Jahr im Voraus nicht feststehen. Wer sich für einen bestimmten Termin interessiere, dem sei durchaus zuzumuten, beim Veranstalter nachzufragen. Außerdem sei über die Homepage der Gemeinde jede Veranstaltung mit Uhrzeit und Lokalität festzustellen.

Wer tatsächlich up to date sein wolle, könne sich den Terminkalender auf sein Smartphone oder seinen PC herunterladen. Die entsprechende Datei seien in der Gemeindekanzlei (Maderer) zu erfahren.

Breites Programm für SeniorenDie Seniorenarbeit in der Gemeinde stellte Gertraud Weigl vor. An einem Runden Tisch arbeiteten Arbeiterwohlfahrt, VdK, KAB und Siedlerfrauen mit. Ehrenamtliche Mitarbeiter betreuten das monatliche Frühstück im Rathaus und in den AWO-Räumen, wobei die Nachbarschaftshilfe für die Senioren einen Fahrdienst stelle.

Der Zuspruch zu den von Peter Sevcik geführten Wanderungen mit etwa 15 Kilometern Länge nehme immer mehr zu, stellte Weigl fest. Sie ist aber auf der Suche nach einem Wanderführer für kürzere Strecken bis knapp fünf Kilometer. Die Kurse für Stuhl-Yoga und Gymnastik seien ausgebucht. Großen Anklang fand im vergangenen Jahr das Seniorenangebot der Vereine und Verbände. Der VdK veranstaltete eine Bestattungsvorsorge, die Siedler unter dem Motto "Tanzen und mehr im Alter" einen unterhaltsamen Nachmittag.

Notfälle zu Hause" behandelte die Arbeiterwohlfahrt. AOVE und Nachbarschaftshilfe befassten sich mit den sozialen Rechten. Die KAB informierte über die Pflegestufen, die Frauen-Union gestaltete einen bunten Nachmittag mit Geschichten aus der Nachkriegszeit in Mundart oder Gedichtform. (gfr)
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