31.01.2018 - 20:00 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Poppenrichter Gemeinderat zeigt sich aufgeschlossen Platz für Festzelt im Auge

Bauhof, Friedhof, Feuerwehrjubiläum. Diese Themen diskutiert der Poppenrichter Gemeinderat und bietet der Telekom ganz nebenbei die Stirn.

Brach liegt das Grundstück des ehemaligen Hupfer-Anwesens, das die Traßlberger Feuerwehr als Festplatz für ihr 2020 anstehendes Jubiläum im Auge hat. Günstig wäre der Standort gleich gegenüber dem Gerätehaus auf jeden Fall. Bild: gf
von Autor GFRProfil

Der Konzern hat den Antrag auf eine "Strukturanpassung öffentlicher Telefonzellen" gestellt. Sprich, er möchte das Exemplar, das in Witzlhof steht, aufgeben und abbauen. Höchstens 20 Euro an monatlichen Einnahmen seien zu wenig für einen rentablen Betrieb, argumentiert die Telekom, zudem hätte fast jeder ein Handy. Das überzeugte Andreas Kopf (CSU) nicht. Ein einziger Notruf, der von dort abgesetzt werden könne, argumentierte er, rechtfertige den Erhalt der Telefonzelle. Einstimmig schloss sich das Plenum dieser Sichtweise an.

Aus dunkelrot gesprenkeltem Granit soll eine sechseckige Stele (Kosten zwischen 1700 und 1900 Euro) im Poppenrichter Friedhof sein, um auf Tafeln aus Aluminium oder Edelstahl die Namen von urnenbestatteten Verstorbenen anzuzeigen. Die etwa 36 Grabstellen für Urnen sollen in zwei Kreisen um einen Baum westlich des Leichenhauses platziert werden. So der gebilligte Entwurf, während Kopf polierten Granit vorgezogen hätte, und SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt die sechseckige Stele zu wuchtig erschien. Zudem wären seiner Fraktion weniger glänzende Bronzetafeln entgegengekommen, was aber nicht mehrheitsfähig war.

Keine höhere Einfriedung

Wegen eines Bauantrags für den Neubau eines Wohnhauses in Altmannshof gab es eine kurze Diskussion, in die auch Antragssteller und Nachbarn ihre Vorstellungen einbrachten. Die Einigung sah schließlich so aus, dass die künftige Häuserflucht so gestaltet wird, dass sie dem Nachbarn nicht die Sonne im Garten nimmt. Mit einem weiteren Antrag sollte eine Befreiung von der Festsetzung des Bebauungsplans erreicht werden, um eine zwei Meter hohe Grundstückseinfriedung zu erlauben. Lediglich FW-Sprecher Kurt Köhler war für diesen Vorstoß. Nicht mit uns, hielten CSU und SPD mehrheitlich dagegen und beharrten auf maximal 1,50 Meter zwischen Grundstücken und höchstens 1,20 Metern zu öffentlichen Flächen.

Das Plenum stimmte auch einem Antrag der AOVE zu, die Einwohnerumlage um knapp einen Euro auf nunmehr 3,60 Euro anzuheben. Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer begründete dieses Anliegen mit kontinuierlich steigenden Kosten und den daraus resultierenden Vorteilen, für die Mitglieds-Kommunen. "Unser Bauhof entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen", stellte Verwaltungsleiter Hartmut Gawlick fest. Die Mitarbeiteranzahl sei gestiegen und die Gemeinde wolle gewappnet sein, sollte eine weibliche Bedienstete hinzukommen. Nur eine Dusche und Toilette gehe dann nicht mehr.

Auch wurde überlegt, das Salzlager aus der Gerätehalle auf frei stehende Silos auszulagern. Viel zu teuer, wandte Wolfgang Schmidt (SPD) ein, selbst zwei Silos könnten nicht genügend Kapazitäten schaffen. Markus Weiß (CSU) verwies daneben auf seinen Erfahrungen als Landwirt auf nicht unerhebliche Mehrkosten beim Befüllen von Silos aus Transporttanks hin. Deshalb, so der einstimmige Beschluss, wird es bei einem ebenerdigen Salzlager und der Sanierung der Sozialräume bleiben.

Gelände bietet sich an

Erste Vorbereitungen für ihr 2020 anstehendes Jubiläum hat bereits die Feuerwehr von Traßlberg mit der Suche nach einem Platz für ein Festzelt getroffen. "Wir denken an das Gelände des ehemaligen Hupfer-Anwesens", schlug FFW-Vorsitzender Christian Beck vor. Das gut 2000 Quadratmeter große Gelände gehöre der Gemeinde und könne ohne größeren Aufwand hergerichtet, sprich eingeebnet, werden. Danach, so Bernd Lang (CSU), könnte das Areal als Parkplatz genutzt werden, bot der Landschaftsbauer zudem seine Unterstützung an. Nun ist erst einmal der Bauausschuss am Zug.

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