SPD-Ortsverein Poppenricht lädt zu Podiumsdiskussion zum Thema Pflege
Lauter Fälle für die Sozialhilfe?

Thomas Beyer stellt die Frage, ob Pflege arm macht. Bild: exb
Politik
Poppenricht
10.09.2017
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1,4 Millionen pflegende Angehörige gibt es in Deutschland. Viele von ihnen fühlen sich trotz Pflegegesetzreformen von der Politik und dem Gesundheitssystem im Stich gelassen. Vor allem ihnen gilt der Blick bei der Podiumsdiskussion zum Thema Pflege, die der SPD-Ortsverein Poppenricht-Traßlberg am Donnerstag, 14. September, um 19 Uhr im Gasthaus Kopf in Altmannshof veranstaltet. In kurzen Statements erläutern zunächst fünf Experten die Thematik. Als Moderator fungiert der Mediziner Dr. Armin Rüger. Er ist Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten im Gesundheitswesen.

Professor Thomas Bayer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Bayern, beleuchtet das Thema unter den Gesichtspunkten: "Macht Pflege arm? Wie können wir es verhindern, dass noch mehr Menschen im Alter die Abhängigkeit von der Sozialhilfe droht?". Thomas Bär, stellvertretender Leiter AOK Amberg, stellt sich den Fragen: "Macht Pflege krank? Welche Folgen kann Langzeitpflege haben und welche Hilfen gibt es durch die Krankenkassen?". Die Eingruppierung in die Pflegestufen gibt oft Anlass zu Diskussion. Vor welchen Problemen stehen hier die Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes? Welche Lösungsansätze gibt es? Stellung dazu nimmt Robert Gerl, Teamleiter Pflegegutachten MDK Regensburg. Günter Koller, Geschäftsführer der Caritas Amberg-Sulzbach, schildert die Problematik in der ambulanten und stationären Pflege. Fachkräftemangel, Qualitätsstandards sind hier die Stichpunkte.

Pflegende Angehörige leben im ständigen Spannungsfeld von moralischer Verantwortung, ihrer selbstverständlichen Hilfsbereitschaft, aber auch von dauerhafter Überforderung. Was brauchen pflegende Angehörige? Persönlich Betroffene berichten dazu aus eigener Erfahrung.
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