04.08.2017 - 16:44 Uhr
PoppenrichtSport

Andreas Schinhammer soll den Erfolg zum SV Michaelpoppenricht bringen Der Aufstiegsspezialist

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren beim SV Michaelpoppenricht die Lichter aus. Dann überzeugte Nina, die Tochter des jetzigen Abteilungsleiters Hans Prechtl, ihren Vater: "Papa fang doch wieder an." Inzwischen ist einer mit an Bord, der jahrelang auch im Frauenfußball erfolgreich war.

Andreas Schinhammer trainierte Frauen- und Männermannschaften. Er sagt: "Frauen hören besser zu und versuchen es gleich umzusetzen. Manche Männer wissen es immer besser." Bild: Ziegler
von Autor WFOProfil

Amberg. Der SV Michaelpoppenricht wurde 1963 gegründet und pendelte dann mit seiner ersten Herrenmannschaft immer zwischen Kreisklasse und A-Klasse. 2008 gelang erneut der Aufstieg in die Kreisklasse, die im Jahr darauf unter Hans Prechtl auch gehalten werden konnte. Der erfolgreiche Trainer hatte damit auch seine Mission erfüllt, doch danach musste mangels Spielern der Spielbetrieb eingestellt werden.

Durch das Engagement von Hans Prechtl und seinem Team konnte zunächst wieder eine Mannschaft ins Rennen geschickt werden, die dann auch umgehend von der B-Klasse in die A-Klasse zurückkehrte und unter Trainer Dominik Dontschenko 2016 sogar am Aufstieg in die Kreisklasse schnupperte. Ein mittelfristiges Ziel, das mit dem neuen Übungsleiter Andreas Schinhammer irgendwann angepeilt werden soll. Der neue Mann an der Seitenlinie begann seine Trainerkarriere beim TuS Rosenberg. Dort übernahm er 2008/2009 die Frauenmannschaft. Aus der Kreisliga führte der Weg der Hüttenstädterinnen über die Bezirksliga in die höchste Spielklasse der Oberpfalz, die Bezirksoberliga, in der sich die Frauen des TuS Rosenberg in den folgenden Jahren unter Trainer Schinhammer etablierten. Erst 2016 stieg der TuS Rosenberg in die Kreisliga ab, holte sich aber dort 2017 erneut die Meisterschaft und das Ticket für die neue Saison in der Bezirksliga.

Bereits 2014 hatte der TuS Rosenberg den Trainer gebeten, die zweite Herrenmannschaft zu übernehmen, mit der Schinhammer sofort der erstmalige Aufstieg in die Kreisklasse gelang. Über den Unterschied zwischen Frauen- und Männerfußball sagt er: "Frauenfußball ist ehrlicher, sie hören besser zu und versuchen es gleich umzusetzen. Manche Männer wissen es immer besser als der Trainer. Aber man muss auch sehen, dass bei den Herren die taktische Ausbildung einfach weiter ist als bei den Damen. Das hängt mit den Strukturen im Jugendfußball zusammen." 2016 wurde Schinhammer Trainer des TuS Hohenburg und schaffte mit den Lauterachtalern in seinem ersten Jahr auch umgehend den Aufstieg in die Kreisklasse.

Aber aufgrund der Entfernung suchte er eine neue und nähere Herausforderung, die er mit dem SV Michaelpoppenricht fand. "Eine junge Truppe, die viel Spaß macht und mich gut aufgenommen hat", freut sich der Trainer. "Die Vorbereitung verlief allerdings recht durchwachsen, denn es fehlte wegen Verletzungen die halbe Mannschaft." Der Saisonstart ist mit dem 1:4 beim FC Kaltenbrunn nicht geglückt, aber Schinhammer bleibt zuversichtlich, "dass das Potenzial der Truppe diese Ausgangssituation verbessert." Vielleicht gelingt das schon am Sonntag, wenn der FC Freihung zu Gast ist.A-Klasse Süd

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