04.05.2018 - 14:52 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Bürgerfest in Traßlberg zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde Poppenricht Statt Scharmützel gemeinsam getanzt

Besser hätte es gar nicht ablaufen können, das Bürgerfest in Traßlberg zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde Poppenricht. Denn zwei Gemeindeteile, die in den vier Jahrzehnten zusammengewachsen sind, feiern gemeinsam. Und dann kam auch noch ideales Biergartenwetter hinzu.

Wieselflink und in fast olympiaverdächtiger Zeit spurten die Mädchen und Buben der Lauftreff-Abteilung des SV Michaelpoppenricht beim Kinderlauf vom Wertstoffhof in Richtung Festplatz. Bilder: gf (2)
von Autor GFRProfil

Traßlberg. Bei der Eröffnung ließ Bürgermeister Franz Birkl durchklingen, dass die Gemeinde auf das Wohl ihrer Bürger jeden Alters bedacht sei und es sowohl in Traßlberg als auch in Poppenricht unzählige Menschen gebe, die sich ehrenamtlich in Verbänden und Vereinen für ihre Mitbürger engagierten.

Der Traßlberger Dorfplatz wurde zum Biergarten umfunktioniert. Den ganzen Tag über waren Sitzplätze, vor allem schattige, Mangelware. Reichhaltig war auch das Programm. Als gstandne Models und keine Hungerhaken präsentierten Bürgermeisterin Gertrud Weigl und ihr Amtskollege Hermann Böhm, der auch für die Organisation des Bürgerfests verantwortlich war, tragbare Kleidung in der Modemobil-Modeschau "60 plus". Schwung ins Bürgerfest brachten "Fly Away" und der Line Dance der Poppenrichter Siedlerfrauen.

Ein gemeinsamer Tanz der Kirwaleut' aus Poppenricht und Traßlberg wäre vor Jahren undenkbar gewesen, gemein hatten sie bisher nur gelegentliche Scharmützel. Aber beim Bürgerfest tanzten sie zum Takt der Weidahaisaboum miteinander den nicht vorhandenen Kirwabaum aus. Harmonie demonstrierten auch Siedlergemeinschaft Traßlberg und Eigenheimergemeinschaft Poppenricht, sie hatten ein Torten- und Kuchenbüfett aufgebaut, von dem am Ende nur noch leere Platten übrig waren. Süßes gab es beim Pfarrheim-Förderverein St. Michael und beim Elternbeirat der Kita Poppenricht.

Kräftiger war das kulinarische Angebot bei den Traßlberger Siedlern und auf dem Grill der SPD Poppenricht-Traßlberg, die auch einen Bücherflohmarkt betrieb. Auf Käse hatte sich der Kapellenverein Altmannshof spezialisiert, und der Duft der gegrillten Makrelen der Poppenrichter Freizeitköche war nicht zu "überriechen". Bratwürste bot der SVL Traßlberg an, den Durst löschte die Traßlberger Feuerwehr. Wem nach Prosecco oder Aperol-Spritz gelüstete, der musste am CSU-Infostand vorbeischauen, wo es auch für die Kinder einen Luftballonwettbewerb und Schminken gab. Low Carb in allen Variationen bot Andrea Meiler an. Hinter dem Feuerwehrhaus hatte eine Versicherung Hüpfburg und Torwand aufgebaut, die Reservisten schipperten ihre Passagiere mit dem Schlauchboot auf der Vils. Im Neudecker-Stodl konnte man bei den Drei-Mohren-Schützen mit dem Lichtgewehr schießen. Der Bikerstammtisch ließ Männerherzen höher schlagen beim Anblick ihrer "heißen Stühle".

Beim Abschlussgottesdienst, den die Pfarrer Dominik Mitterer und Uwe Markert sowie Diakon Peter Bublitz und Pfarrer zelebrierten, wurde das neue Vereinsbanner der Traßlberger Siedler geweiht. Die Gitarrengruppe der evangelischen Kirche spielte dazu. Der Aufruf, für den kranken Basti zu spenden, brachte 2245 Euro ein, die die LMV-Versicherung auf 3000 Euro aufrundete.

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