21.10.2016 - 12:28 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Diskussionsforum der SPD in Altmannshof Organspende: Ängste abbauen

Organspende - ein Thema, das in regelmäßigem Abstand immer wieder für Schlagzeilen in der Bevölkerung sorgt und äußerst konträr diskutiert wird - auch aus Mangel an fundiertem Wissen. Das möchte die SPD ändern.

Dr. Armin Rüger (SPD) Bild: wos
von Redaktion OnetzProfil

Deshalb veranstaltet der SPD-Ortsverein Poppenricht-Traßlberg im Zuge seiner Themenabende am Mittwoch, 26. Oktober, um 19 Uhr im Gasthaus Kopf in Altmannshof einen Informationsabend zur Organspende mit anschließender Podiumsdiskussion.

Als Moderator fungiert Dr. Armin Rüger. Er ist Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten im Gesundheitswesen. Das notwendige Fachwissen zur Organspende, inklusive Erfahrungen aus der Praxis, liefert Dr. Josef Kastner vom St.-Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg. Pfarrer Dominik Mitterer und Pfarrer Uwe Markert erläutern die Sicht der Konfessionen zur Organspende. Abgerundet wird die Information zum Thema durch persönlich Betroffene, die Organe gespendet, beziehungsweise Organe empfangen haben. Zum Abschluss findet eine Podiumsdiskussion statt. Im Vorfeld stand Dr. Armin Rüger für ein Interview zur Verfügung.

Herr Dr. Rüger, warum sind Organspenden wichtig?

Dr. Armin Rüger: Der medizinische Fortschritt hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass viele Krankheiten, die früher unweigerlich tödlich endeten, inzwischen geheilt oder zumeist gelindert werden können. Neben medikamentösen und chirurgischen Maßnahmen ermöglicht eine Organtransplantation das Weiterleben (zum Beispiel bei einer Herztransplantation) oder verbessert zumindest die Lebensqualität (Nierentransplantation anstelle Dialyse). Hierbei spielt vor allem die postmortale, also Organspende nach dem Tod, eine zentrale Rolle. Viele betroffene Patienten sind somit auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen.

Wo liegen die größten Probleme?

Im internationalen Vergleich besteht in Deutschland ein Mangel an Organspendern, daraus resultiert eine lange Warteliste seitens der lebensbedrohlich Erkrankten. Viele Patienten sterben, weil nicht genügend Spenderorgane zur Verfügung stehen. Unzureichende Kenntnis hinsichtlich der Möglichkeiten der Transplantationsmedizin sowie der Kriterien zur Feststellung des Hirntodes verunsichern die Menschen und resultieren in einer unzureichenden Spendenbereitschaft.

Was erwartet die Besucher bei der Veranstaltung?

Ziel der Veranstaltung ist, durch vielschichtige Information Ängste abzubauen und damit letztendlich den Kreis potenzieller Organspender zu erweitern.

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