Eiserne Hochzeit und 90. Geburtstag
Doppelter Grund zum Feiern

Der Poppenrichter Bürgermeister Franz Birkl (links) hatte nicht nur Blumen und die Ehrenurkunde der Gemeinde mitgebracht, um Paula und Ewald Friedl zu gratulieren. Im Auftrag von Landrat Richard Reisinger überreichte er die bronzene Landkreis-Medaille. Vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer gab es ein Glückwunschschreiben und den bayerischen Fotokalender. Bild: gf
Vermischtes
Poppenricht
21.12.2016
83
0
Gleich mehrfach Anlass zum Feiern hatten Paula und Ewald Friedl aus Poppenricht, denn beide sind seit 65 Jahren verheiratet und Ewald Friedl feiert seinen 90. Geburtstag.

Der Jubilar kam in Kohling im heutigen Tschechien zur Welt, besuchte Volks- und Bürgerschule und lernte anschließend Radiomechaniker. Mit 17 Jahren wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Seine Pioniereinheit wurde in die Normandie verlegt, nach Flensburg zurückbeordert und neu aufgestellt für einen Einsatz in der Eifel. Im Juni 1945 kehrte Friedl nach Kohling zurück, ein knappes Jahr später erfolgte die Ausweisung durch die tschechischen Behörden. Der Jubilar kam in eine Unterkunft in Trondorf und konnte in seinem erlernten Beruf arbeiten. Seine spätere Frau Paula, die in See wohnte, lernte er über deren Bruder kennen. Friedl heiratete die Metzgereifachverkäuferin 1951 in Amberg auf zwei Etappen: standesamtlich am 18. Dezember und eine Woche später kirchlich in St. Martin. Das Paar bekam drei Kinder und hat inzwischen vier Enkel und zwei Urenkel.

Die erste gemeinsame Wohnung hatten die Friedls in der Ruoffstraße bezogen, der Ehemann machte sich mit einem Radiogeschäft in der Ziegelgasse selbstständig. 1961 zog die junge Familie ins eigene Haus in Poppenricht. Der Radio-Laden erwies sich wenig gewinnträchtig, so dass Ewald Friedl zu Triumph Adler nach Nürnberg wechselte. Als Kundendienstberater war er viel im Ausland unterwegsr, sogar in Südafrika. Seine Frau kümmerte sich um Haus und Garten, um die Kinder und die Enkel. Zeitweise arbeitete sie bei Witt Weiden und Hosen Hiltl. 1993 ging sie in Rente. Sechs Jahre vorher hatte sich Ewald Friedl aus dem Arbeitsleben zurückgezogen, war aber mit dem Umbau des Hauses immer noch gut beschäftigt.

Langweilig wurde es dem Paar nie, die Eheleute waren viel auf Reisen, besuchten mehrfach Verwandte in den USA. Diese kamen auch zur Doppel-Feier. Im Hause Friedl mussten die Möbel umgestellt werden, damit die gut 30 Verwandten und Bekannten an der großen Festtafel Platz fanden. Bürgermeister Franz Birkl gratulierte für die Gemeinde und den Landkreis. Außerdem überbrachte er die Glückwünsche des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer .
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.