Kapellenfest in Altmannshof
Altar wieder ansehnlich

Altarweihe
Vermischtes
Poppenricht
12.09.2017
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Pfarrer Dominik Mitterer aus Poppenricht hört es im Klingelbeutel lieber rascheln als klingeln. Für den Unterhalt der Dorfkapelle in Altmannshof bittet er die Gläubigen beim Gottesdienst anlässlich des Kapellenfestes um reiche Spenden.

Altmannshof. Das Geld der Kollekte ist dringend notwendig für den Unterhalt der Dorfkapelle. Aber selbst dieser Betrag reicht nicht aus, um das Bauwerk zu erhalten. So entschlossen sich die Einwohner aus Altmannshof und Speckshof vor einigen Jahren, einen Förderverein für das kleine Kirchlein zu gründen. Seither wird einmal im Jahr das Kapellenfest gefeiert. Der Reinerlös des Festes wird ebenfalls für diesen Zweck verwendet.

Im vergangenen Jahr war bei der Mitgliederversammlung des Kapellenvereins, dem nahezu alle Familien aus beiden Dörfern angehören, beschlossen worden, den Altar renovieren zu lassen. Dieser war zuletzt 1989 bei der letzten großen Kapellenrenovierung notdürftig hergerichtet worden. "Diesmal soll es vernünftig gemacht werden", lautete der Wunsch des Vorsitzenden Gerhard Weiß, dem sich die Versammlung anschloss. So gab das Gremium für die Restaurierung einen mittleren vierstelligen Betrag frei. Mit der Firma Hausner aus Rieden fand sich auch ein sachkundiger Betrieb aus der Region, der mit der Restauration beauftragt wurde.

Nach mehr als einem Jahr konnte nun der im neuen Glanze erstrahlende Altar beim Kapellenfest präsentiert werden. Zahlreiche Gläubige, nicht nur die Anwohner, fanden den Weg nach Altmannshof, um der feierlichen Messe beizuwohnen, nach der Pfarrer Dominik Mitterer den Altar weihte.

In seiner Predigt hob der Geistliche die Bedeutung der Kapelle für das Dorf hervor. "Nicht nur ein Baudenkmal soll es sein, sondern ein lebendiger Ort des Gebetes", stellte er fest. In diesem Sinne wird das Kirchlein von den Bewohnern auch angenommen. Zahlreiche Andachten finden während des Jahres darin statt, vom Oktoberrosenkranz bis zur Maiandacht und einmal im Jahr beim Kapellenfest. Aufgrund der unbeständigen Witterung wurde die Messe nicht direkt vor der Kapelle gefeiert, sondern in das eigens etwas vergrößerte Festzelt verlegt.

Dort gab es nach der Messe neben Sur- und Schweinebraten auch Gegrilltes und am Nachmittag verschiedene Kuchen und Torten. Vorsitzender Gerhard Weiß vom Kapellenverein zeigte sich angesichts der Wetterprognosen mit dem Zuspruch zu der Veranstaltung zufrieden. Obwohl Pfarrer Dominik Mitterer diesbezüglich auch in seiner Predigt anmerkte, dass nach dem tollen Wetter in den vergangenen Jahren "auch wir einmal dran glauben müssen", blieb es an diesem Tag letztendlich trocken. So harrten die Gäste bis in den späten Abend aus.
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