Ökumenischer Gottesdienst zum Reformationstag
Verbindendes wichtiger als das Trennende

Vermischtes
Poppenricht
01.11.2017
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Einen ökumenischen Gottesdienst zur Reformation feierte die evangelische Kirchengemeinde Poppenricht. Besonders begrüßte Pfarrer Uwe Markert die Gäste aus der katholischen Schwestergemeinde St. Michael sowie die evangelische Kirchengemeinde samt Männerbund aus Rosenberg.

Er erinnerte in der übervollen Kirche an die oft schmerzvolle Trennung der Konfessionen. "Zum Glück gibt es heute mehr Verbindendes, als Trennendes", sagte er. Pfarrer Dominik Mitterer von der katholischen Pfarrei Poppenricht verglich die Geschichte der Konfessionen in Deutschland mit seiner eigenen Familie: "Zwei Brüder mit der gleichen Erziehung in einer christlichen Familie, aber ganz unterschiedliche Lebenswege, die eingeschlagen wurden." So hätten sich katholische und evangelische Christen mit einem Gott als Vater und Jesus als Bruder auf unterschiedliche Weise entwickelt. Im Rückblick seien viel Zwietracht und Hass unnötig gewesen.

Wichtiger seien Vergebung und Verzeihen, auch im Blick auf die vielen Gemeinsamkeiten und Projekte im sozial-karitativen Bereich und der Theologie, "die dieser Welt und unserer Gesellschaft gut tun". Der gemeinsame Blick auf Jesus Christus mahne dazu, die verbliebenen Verschiedenheiten anzunehmen und das Verbindende zu pflegen, weil es wichtiger sei als das Trennende. Den Gottesdienst gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Christian Hammerschmidt, der auch die Orgel spielte, musikalisch mit Werken von Tambling, Mendelssohn-Bartoldy und Bach. Eine zwanglose Luther-Brotzeit mit Leberkäs-Semmeln und Festbier schlossen sich an. Bild: exb
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