VdK Luitpoldhöhe-Poppenricht ernennt Günter Zeller zum Ehrenvorsitzenden
Er sprang ein - für 16 Jahre

Der VdK-Ortsverband Luitpoldhöhe-Poppenricht ernennt seinen ehemaligen langjährigen Vorsitzenden Günter Zeller (Zweiter von links) zum Ehrenvorsitzenden. Dazu gratulieren Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty (rechts), 3. Bürgermeisterin Gertrud Weigl (links) und Vorsitzender Frank Senft (Zweiter von rechts). Bild: gf
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Poppenricht
18.03.2018
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Große Zahlen und eine große LeistungVdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty wies darauf hin, dass der VdK auch in der Landes- und Bundespolitik eine bedeutende Rolle spiele. Der Bundesverband habe 1,8 Millionen Mitglieder, der VdK Bayern 670 000 und der Kreisverband fast 10 000. Zahlen von 2017 zeigten, dass der VdK für seine Mitglieder 280 000 Beratungen erledigt, weit über 50 000 Anträge auf Sozialleistungen gestellt, 19 000 Widersprüche gegen Sozialbescheide und fast 5500 Klagen erhoben hat.

Für seine erfolgreiche Arbeit als Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Luitpoldhöhe-Poppenricht wurde Günter Zeller zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Frank Senft erinnerte daran, dass Zeller erst im Mai 1999 den VdK beigetreten war - in einer Zeit, als es vereinsinterne Differenzen gab und die Ämter des Vorsitzenden und Kassiers nicht besetzt werden konnten. Der damalige VdK-Kreisvorsitzende Herbert Göth habe Zeller regelrecht bekniet. Dieser sei dann auch bereit gewesen, kommissarisch und befristet den Vorsitz zu übernehmen und damit "bei Null" anzufangen. Zeller habe sich nicht entmutigen lassen und hart daran gearbeitet, den Ortsverband wieder zu einen anerkannten Sozialverband zu gestalten. (gfr)

Ursprünglich wollte Günter Zeller nur kommissarisch und kurzfristig den Vorsitz beim VdK-Ortsverband Luitpoldhöhe-Poppenricht übernehmen. Daraus wurden 16 Jahre erfolgreiche Amtszeit. Dafür ernannte der VdK-Ortsverband seinen ehemaligen Chef nun zum Ehrenvorsitzenden.

Altmannshof. Bei der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbands Luitpoldhöhe-Poppenricht im Gasthof Kopf in Altmannshof wies der Vorsitzende Frank Senft darauf hin, dass der VdK Bayern im Dezember 1946 als Interessenverband für Kriegsopfer gegründet worden sei. Mittlerweile habe er sich zu einem schlagkräftigen Sozialverband und einem kompetenten Dienstleister in der Sozialberatung gewandelt. Der VdK verstehe sich als Anwalt für sozial Benachteiligte und kämpfe für soziale Gerechtigkeit.

Vor zwei Jahren habe der Verband mit seiner Kampagne "Weg mit den Barrieren" Bürgermeister und Gemeinderäte auf bauliche Barrieren und Hürden in den Kommunen hingewiesen, mit denen Menschen mit Behinderung konfrontiert waren. Zwar seien Fortschritte erkennbar, aber von vollkommener Barrierefreiheit sei Bayern noch weit entfernt. Senft kritisierte, dass es flächendeckend weder barrierefreie Rathäuser noch Schulen oder Schwimmbäder gebe. Das Poppenrichter Rathaus dagegen sei ein Musterbeispiel für behindertengerechten Zugang.

Die Landtagswahl will der VdK nutzen, um die künftigen Volksvertreter auf dieses Thema hinzuweisen. Weitere VdK-Schwerpunkte sind Armut, soziale Ungerechtigkeit, Rente, Gesundheit und Pflege.

Dem VdK-Ortsverband Luitpoldhütte-Poppenricht gehörten laut Senft Ende 2017 fast 300 Mitglieder an. Trotz eines Durchschnittsalters von 60,5 Jahren sei der OV relativ jung - 25 Jahre alt sei das jüngste Mitglied, 94 das älteste. Die Internetseite verzeichne fast 900 Zugriffe im Monat. Die Helft-Wunden-heilen-Sammlung ergab 1151 Euro.

3. Bürgermeisterin Gertrud Weigl nannte den VdK einen Verband für alle Generationen. Nach wie vor bestehe großer Nachbesserungsbedarf, vor allem bei Grund- oder Mütterrente und bei der Bekämpfung von Altersarmut.
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