Vortrag über klimaschutz
Ziel: Energieautark bis 2020

Michael Vogtmann, ein Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (links, stehend), zeigt im Gasthaus Kopf die vielen Vorteile moderner PV-Anlagen auf. Bild: usc
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Poppenricht
29.01.2018
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Unter dem Motto "Klimaschutz geht jeden an" startet die Gemeinde Poppenricht gemeinsam mit der AOVE eine Photovoltaik-Kampagne. Das Ziel: Die Anzahl von bisher 200 installierten PV-Anlagen bis 2020 um mindestens 25 Prozent zu erhöhen und energieautark zu werden.

Michael Vogtmann, ein Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, veranschaulichte bei einem Info-Abend in Altmannshofer Gasthaus Kopf nicht nur den Vorteil für den Geldbeutel, sondern auch den Nutzen für die Umwelt.

Nach Angaben der Kommune beschloss der Gemeinderat schon 2008, bis 2020 die Kommune zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Wie Jürgen Stauber, Klimaschutzbeauftragter von Poppenricht, im übervollen Saal des Gasthauses Kopf erläuterte, hat die Gemeinde alle ihre Liegenschaften, vom Rathaus bis zum Kindergarten, bereits mit PV-Anlagen ausgestattet. Im Rathaus werde durch einen Stromspeicher gut zwei Drittel des erzeugten Sonnenstroms direkt im Gebäude verbraucht. Energieautarke Versorgung könne aber nur dann in der Gemeinde erreicht werden, wenn sich die Besitzer der über 1000 Gebäude im Gemeindebereich zur Anschaffung einer PV-Anlage und möglichst gleich auch eines Stromspeichers entschließen würden. Laut Stauber eignen sich dazu fast alle Immobilien in der Gemeinde.

In diesem Zusammenhang verweisen AOVE und Gemeinde darauf, dass Sparer angesichts der derzeit niedrigen Zinsen eine Alternative zur Geldanlage suchen. Eine PV-Anlage auf dem Dach, die den erzeugten Sonnenstrom zum Eigenverbrauch nutzt, wäre ihrer Meinung nach eine optimale Lösung. Neben der Einspeisevergütung, die ein PV-Betreiber vom Stromlieferanten erhalte, erzeuge er die nächsten 30 Jahre für maximal 10 bis 15 Cent/kWh seinen Strom und werde so durch sein Dach unabhängiger von steigenden Strompreisen. Wer schon eine PV-Anlage betreibe, für den könnte vielleicht das Thema "Stromspeicher" und/oder E-Mobilität interessant sein. Auch hier hat sich laut AOVE in den vergangenen Jahren viel getan.

Michael Vogtmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, Landesverband Franken, zeigte anschließend in einem fast zweistündigen Vortrag auf, wie sich PV-(Speicher-)Anlagen rechnen und ein attraktives Zusatzeinkommen sein können, mit dem noch dazu CO2 eingespart wird. Aufgrund sinkender Preise und steigender Qualität empfahl Vogtmann, auch aus steuerlichen Gründen, mit der PV-Anlage auch gleich einen Stromspeicher zu kaufen. "Wer Strom mit der Sonne verbraucht, spart echt Geld", betonte Vogtmann und belegte dies mit zahlreichen Grafiken.

Angesichts seit Jahren steigender Strompreise, sinkender PV-Systempreise - sie sind seit Frühjahr 2016 um rund 15 Prozent gefallen - und ziemlich konstanter EEG-Förderung böten sich seiner Meinung nach interessierten PV-Investoren sehr gute Rahmenbedingungen. Wie Vogtmann darlegte, resultiert die Wertschöpfung aus der Strompreisreduzierung durch PV-Eigenverbrauch bei mittelhohen bis hohen Eigenverbrauchsquoten. "PV-Speicheranlagen rechnen sich nach knapp 20 Jahren und sind danach jahrelang eine attraktive Zusatzrente oder ein attraktives Zusatzeinkommen", versicherte Vogtmann den vielen Zuhörern.

"Photovoltaik und Speicher sind eine sinnvolle Geldanlage", lautete seine abschließende Empfehlung an die Poppenrichter Gemeindebürger, denen er auch die unterschiedlichen Besteuerungsarten erläuterte.

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Weitere Informationen:

www.aove.de
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