11.10.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Alles rund um Äpfel: Obst-Ausstellung in Schwarzenbach Knackiger Star

Schwarzenbach. Am Tag der Deutschen Einheit fand wieder eine große Apfel-Ausstellung statt, die Gäste aus nah und fern anlockte. Pomologe Michael Altmann hatte in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern (GPO) über 100 verschiedene Sorten vorgestellt.

Keiner gleicht dem anderen: Bei der Apfel-Ausstellung in Schwarzenbach gibt es viele verschiedene Sorten zu sehen. Bild: kru
von Autor KRUProfil

Die GPO hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Apfelsorten wieder in Erinnerung zu bringen. Solche Sorten vertragen beispielsweise Allergiker besser als andere. Auch ohne Herbizid- und Fungizidspritzung können makellose Früchte geerntet werden. Das ausgestellte Obst stammte fast ausschließlich aus der Oberpfalz. Die meisten Besucher waren über die Vielzahl der heimischen Sorten überrascht.

Großes Interesse herrschte beim Verkauf von ungespritzten Äpfeln und Birnen. Sehr gut nahmen die Besucher auch die Sortenbestimmung an. Viele Kleingärtner und Siedler hatten von eigenen alten Bäumen Früchte mitgebracht, um zu erfahren, um welche Art es sich dabei handelt. Hierunter befanden sich etliche Raritäten wie Kaiser Alexander, Oberländer Himbeerapfel, Böhmischer Rosenapfel, Roter Herbstkalvill, Welschisner, Jakob Lebel sowie auch einige altbewährte Leder-Apfelsorten.

Einige Bäume von den vorgelegten Apfelsorten sind laut Eigentümer zwischenzeitlich schon so alt, dass sie sich in der "Abgangsphase" (langsames Absterben) befinden. Altmann forderte die Zuhörer auf, im Winter bis spätestens Mitte Februar von diesen Bäumen Edelreiser zu schneiden, um dieses dann im Frühjahr auf geeignete Unterlagen zu veredeln und somit den Fortbestand der alten Sorten zu sichern.

Pfarrer Korbinian Aigner, ein großer Apfel-Kenner, hätte an dieser Ausstellung seine Freude gehabt. Aigner war durch seinen "Korbinians-apfel" bekannt geworden, den er als Häftling im KZ Dachau aus Kernen gezogen hatte.

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