"Dippel-Tag" zum zehnten Mal
Ein Vorfahre für alle Dippels

Wieder hatte es Ferdinand Dippel geschafft, dass zahlreiche Träger des Namens Dippel, Dippl, von Dippel oder Düppel zum Treffen kamen. Und in diesem Jahr fand die Zusammenkunft bereits zum zehnten Mal statt. Bild: mng
Freizeit
Pressath
17.10.2017
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Sie kommen gerne, deshalb streichen sich die Teilnehmer des "Dippel-Tages" den Samstag im Oktober stets dick im Kalender an. Zehn Jahre ist es her, dass Ferdinand Dippel seine Cousinen und Cousins aus der Linie Hans Dippel, auch "Wied-Hans" genannt, zu einem Treffen rief. Seitdem ist die Zusammenkunft fester Bestandteil in ihrem Jahreskalender.

Vor fünf Jahren stellte Harald Dippel die Familienchronik der Familie Dippel in Altendorf vor. Den Namen Dippel gibt es in der Region nämlich häufiger, als man vielleicht denkt - wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise. Aber eines steht fest: Alle Pressather, ob Dippel, Dippl, von Dippel oder Düppel stammen von ein und demselben Vorfahren, dem Falkenberger Zimmermann Hans Dippel, ab.

Treffen im Gasthof Heining

So konnte Ferdinand Dippel zum diesjährigen "Dippel-Treffen" die verschiedenen "Linien" begrüßen, und man hatte den Eindruck, dass das alte Pressath für ein paar Stunden im Gasthof Heining wieder auferstanden ist. Da war die Linie von Ferdinand Dippel, Organisator des Treffens, die des "Wied-Hans', früher auch "Hans von Stein" genannt, weil er in Stein bei Pfreimd die mittelalterliche Burganlage besaß.

Aus Luxemburg reiste Dr. Walter Dippel, Linie vom "Wied-Christoph", an. Die Linie des Chronisten der Familie, Harald Dippel, "die Wied-Schneider", war ebenfalls dabei. Die Linie "Mirtl" war mit dem "Mirtl-Fritz" und Gertraud Göhl zugegen. Sie ist ein "Mirtl-Moidl", Tochter von Johann Dippl. Die geadelte Linie der Familie Dippel, in Person Egon und Kathi von Dippel, sind regelmäßig Teilnehmer an den "Dippel-Tagen". Sie verlegen derzeit ihren Lebensmittelpunkt von Hannover nach Pressath. Ein herzliches Grüß Gott galt dem Pfreimder Bürgermeister Richard Tischler, dessen Mutter eine Tochter des "Wied-Hans" ist.

Urkundlich 1632 erwähnt

Nach der Begrüßung und gestärkt durch ein opulentes Essen, trug Harald Dippel die Ergebnisse seiner Suche nach dem Falkenberger Haus von Hans Dippel, urkundlich erstmals 1632 erwähnt, vor. Herbert Bauer, Falkenbergs Bürgermeister, hatte Harald Dippel in dieser Angelegenheit geraten, den örtlichen Heimatforscher Helmut Köstler zu kontaktieren. Und dieser Tipp war goldrichtig, denn dessen Engagement brachte den gewünschten Erfolg: Die Dippels wissen nun, wo das im Jahr 1665 verkaufte Haus stand.

Mit dem Hausverkauf hängt auch die Frage der "Ankunft" der Dippels in Pressath zusammen. Nach aktueller Recherche dürften die Dippels im Jahr 1667 nach Pressath gezogen sein. Das Jahr der "Ankunft" konnte aber noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Eine erste Nennung der Dippels ist in den Huldigungen von 1680, die sich im Staatsarchiv Amberg befinden, belegt.

Nach Auskunft von Bärbel Zankl vom Heimatpflegebund kann möglicherweise durch die Sichtung von Steuerlisten im Staatsarchiv Amberg die "Ankunftszeit" konkretisiert werden. Sollte sich tatsächlich das Jahr 1667 herausstellen, so befänden sich die Dippels heuer 350 Jahre in Pressath, also ein weiteres Jubiläum anlässlich der "Dippel-Tage".
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