"Altar macht Kirche zur Kirche"

Feuer und Rauch: Der Altardienst um Bischof Rudolf Voderholzer erbittet die Weihe für den schönen neuen Altar in der Mockersdorfer Michaels-Kirche.
Kultur
Pressath
03.12.2017
200
0

Im Pontifikalgottesdienst wurde am Sonntag der neue Altar in der Pfarrkirche St. Michael in Mockersdorf geweiht. Damit fanden auch die mehrjährigen Renovierungsarbeiten im Inneren des Gotteshauses ein offizielles Ende. Die Konsekration nahm der Regensburger Diözesanbischof Rudolf Voderholzer vor.

Mockersdorf. Konzelebranten des Gottesdienstes waren unter anderem der Ortsgeistliche Pfarrer Sven Grillmeier, der neue Pfarrvikar Augustine Oburota und Pater Johannes Bosco. Die musikalische Umrahmung hatte der Kirchenchor Kirchenlaibach übernommen. In seiner Predigt ging der Bischof der Frage nach, was eine Kirche eigentlich zur Kirche mache.

Dazu könne man, so Voderholzer, natürlich den Kirchturm, die Orgel oder den Beichtstuhl zählen. Aber das sei alles nicht das Entscheidende. "Der Altar macht die Kirche zur Kirche." Auch die kleinste, armseligste und entlegenste Dorfkirche werde zur Kirche, wenn es darin einen geweihten Altar gebe. "Der Altar führt uns ins Zentrum des christlichen Glaubensverständnisses", betonte der Würdenträger. Altäre gebe es, seit es Menschen gebe, und der Mensch sei vom Wesen her auf Gott ausgerichtet. Der Altar sei Ausdruck der Gemeinschaft mit Gott, aber auch der Menschen untereinander. Den Altar in der Mockersdorfer Kirche würdigte der Bischof als "außerordentlich sinnig gestaltet". Bischof Rudolf dankte allen, die mitgeholfen haben, dass die Innensanierung so wunderbar gelungen sei. Ihnen gebühre das Verdienst, dass man in der Pfarrkirche die Erfahrung von der Schönheit und Größe Gottes machen könne. Die Kirche solle auch künftig ein Haus des Gebetes sein.

Künstler Robert M. Weber setzte drei Reliquien in den von ihm geschaffenen Altar ein, die ihm von Pfarrer Sven Grillmeier gereicht wurden - Reliquien des heiligen Petrus, des heiligen Wolfgangs und der heiligen Anna Schäffer. Es schlossen sich die Besprengung des Altars, dessen Salbung sowie die Verbrennung des Weihrauchs an. Als die Rauchschwaden vom Altarstein aufstiegen, hatten sich die Priester und das weitere liturgische Personal kniend im Altarraum versammelt.

Die enge Verbundenheit mit der Pfarrei Mockersdorf kam auch durch zahlreiche Fahnenabordnungen im Gottesdienst zum Ausdruck. Zu den Gottesdienstbesuchern zählten auch Stellvertretender Landrat Albert Nickl sowie die Bürgermeister Wolfgang Haberberger (Neustadt am Kulm) und Manfred Porsch (Speichersdorf).
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.