Chorgemeinschaft St. Georg in Pressath feiert 25-jähriges Bestehen mit Chortagen
Große musikalische Dinge erreicht

Johann Sattler (links) und Richard Waldmann präsentieren das Programm der Pressather Chortage. Bild: stg
Kultur
Pressath
04.07.2017
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17 Sänger trafen sich 1992 zur ersten Chorprobe. Heute beginnt die Feier zum 25. Geburtstag der Chorgemeinschaft Sankt Georg. Zum Gratulieren kommen Freunde aus Lettland.

(stg) Der "Koris Valmiera" aus Lettland unterstützt die Chorgemeinschaft Sankt Georg bei der fünften Auflage der Chortage. Die Jubiläumsausgabe beginnt am heutigen Mittwoch mit einem Auswärtsspiel in Bodenwöhr (siehe Kasten).

Mit den Chortagen feiert die Chorgemeinschaft auch sich selbst, die 25 Jahre sind auch eine Erfolgsgeschichte: Untrennbar verbunden ist damit der Name Richard Waldmann. Er hat die Gründung initiiert und leitet den Chor bis heute. "Viele Sänger der ersten Stunde sind noch dabei", sagt Waldmann. 54 Aktive sind es heute. "Im vergangenen Vierteljahrhundert dürften es etwa 130 Sängerinnen und Sänger gewesen sein", schätzt Vorsitzender Johann Sattler, ebenfalls ein "Mann der ersten Stunde". Gegen etwas Fluktuation hat der Chorleiter nichts einzuwenden. "Das erneuert den Chor." Über Nachwuchssorgen könne er nicht klagen: Alle Stimmen seien gut besetzt, auch der Altersschnitt könne sich sehen lassen. "Wir haben einige Sängerinnen, deutlich unter 20", sagt Sattler.

Künstlerisch widmet sich der Chor vor allem der geistlichen Musik. Ein jährlicher Höhepunkt ist die "Musik zum Karfreitag" in Grafenwöhr. Das Konzert ist so alt wie der Chor. Doch auch mit weltlichen Werken hat der Chor Glanzpunkte gesetzt, etwa bei den regelmäßigen Faschingskonzerten. "Es gibt sehr gute, anspruchsvolle Arrangements von solchen Sachen", sagt Waldmann. Und weil auch viele Sänger diese Musik lieben, ergänze sich dies sehr gut.

Dass der Ruf der Chorgemeinschaft weit über Pressath reicht, belegen viele Auszeichnungen - der Musikförderpreis des Bezirks Oberpfalz im Jahr 1999, ein Jahr später der Kulturpreis des Landkreises und 2012 der Kulturpreis des Bezirks. "Dass es so gut läuft, liegt an dem, der vorne steht", sagt Johann Sattler mit Blick auf Waldmann. Und es bedarf Disziplin und Fleiß, um das Niveau zu halten. "Die Proben finden immer am Freitagabend statt, vor größeren Projekten gibt es Probenwochenenden", erklärt Waldmann. So etwas wie "Chorferien" gibt es in Pressath nicht. "Wir haben wirklich viel geschafft", betont Waldmann. Er habe viele große Dinge mit dem Chor machen können.

Schwer tut sich der Chorleiter bei der Frage nach weiteren Zielen: "Das Wichtigste ist, dass ich meinen Beitrag leiste, die Freude am Singen bei den Mitgliedern zu erhalten." Künftig würde er gerne Projekte mit Kindern machen. Und für den Chor gehe ihm noch ein Puccini-Werk durch den Kopf: die "Messa di Gloria" .

Pressather ChortageDie fünfte Ausgabe der Pressather Chortage startet am heutigen Mittwoch, 5. Juli, mit einem Auftritt des lettischen "Koris Valmiera" in Bodenwöhr. Ab 19.30 Uhr gestalten die Sänger mit dem Kirchenchor Thanstein in der Pfarrkirche St. Barbara ihren ersten Auftritt.

In Pressath eröffnen die Chortage in der Pfarrkirche die Chorgemeinschaft mit den lettischen Sängern und Monta Wermann an der Violine und Benjamin Schallwig am Klavier mit einem rein geistlichen Konzert am Donnerstag, 6. Juli, 19 Uhr. Daran schließt sich ein Empfang im Pfarrsaal an. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Anton Bruckner und John Rutter.

Am Freitag, 7. Juli, 19 Uhr, gibt es der Stadthalle das Steinzeit-Musical "Ein Fest für König Gugubo". Mit dem Sängerkreis Nordoberpfalz stehen dann Kinder und Jugendliche auf der Bühne, die im April am Workshop "Chorspaß für Kids" in Parkstein teilgenommen haben. Zum Abschlusskonzert mit Unterhaltungsmusik laden beide Chöre am Samstag, 8. Juli, ab 19 Uhr in die Stadthalle Pressath ein. (wüw)
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