10.07.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Gelungenes weltliches Konzert zum Abschluss der Pressather Chortage Mit lettischem Akzent

"Wir machen Musik" - das demonstrieren die Pressather Chorgemeinschaft St. Georg und ihr Chorleiter Richard Waldmann seit 25 Jahren. Meistens tun sie das im kirchlich-geistlichen Bereich, zum Abschluss der Pressather Chortage steht das Konzert am Samstagabend in der Pressather Stadthalle unter der Überschrift "Sing, Swing, Evergreen".

Das Finale bestritten die Pressather Chorgemeinschaft St. Georg und der Koris Valmiera gemeinsam. Bild: Stiegler
von Holger Stiegler (STG)Profil

Zum Jubiläum haben sich die Pressather musikalische Gäste aus dem Ausland eingeladen, mit denen eine jahrzehntelange Freundschaft gepflegt wird. Angereist mit über 30 Mitgliedern ist der "Koris Valmiera" aus Lettland mit seinem Leiter Martins Klisans. Die Pressather Sänger sind auch der "leichten Muse" gegenüber nicht abgeneigt - wobei das nicht bedeutet, dass die Stücke leicht zu singen wären.

Für eine gelingende Choralversion des Glenn-Miller-Klassikers "In the mood" bedarf es schon außerordentlicher gesanglicher Qualitäten und auch der unbestreitbar etwas schmalzige Udo-Jürgens-Evergreen "Merci" bekommt durch die Ensembleleistung ein gehöriges Maß an Tiefe. Weitere Höhepunkte des Abends sind "Can you feel the love tonight", "Mamma Mia" und "The Lion sleeps tonight". Als Solo-Instrumentalisten begeistern Monta Wermann an der Violine und Benjamin Schallwig am Klavier mit Kreisler-Werken.

Wenig ist in Deutschland über die Klangvielfalt der lettischen Chormusik bekannt, dem Valmiera-Chor unter der couragierten Leitung von Martins Klisans gelingt es allerdings auf beeindruckende Weise, diese dem Publikum zu vermitteln. Glasklar und transparent erklingen die Stücke - so sauber, dass der Melodiebogen jeder einzelnen Stimme ohne weiteres zu verfolgen ist. Dass wohl nur die wenigsten Zuhörer der lettischen Sprache mächtig sind, ist kein Problem. Ganz im Gegenteil: Die gesamte Hörkonzentration kann auf die Stimmen gelegt werden - eine wahre Ohrenweide. Unterstützt wurde die Wirkung der lettischen Volkslieder durch die traditionelle Kleidung der Sängerinnen und Sänger.

Ein imposantes Bild geben die Künstler beim großen Finale ab: Der lettische Valmiera-Chor und die Pressather Chorgemeinschaft versammeln sich gemeinsam auf der Bühne, um die Zugabe anzustimmen. Langer Applaus für dieses Konzert mit einem kräftigen lettischen Akzent.

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