16.08.2014 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Altenwerk im Kloster bei Cordula Fahrnbauer - Von schwerer Krankheit gut erholt Schwester besucht und mitgenommen

Wie geht es Schwester Cordula Fahrnbauer? In Pressath hatte sich herumgesprochen, dass die Missionsschwester mit Wurzeln an der Haidenaab zuletzt krank war. Beim Besuch des Altenwerks präsentierte sich eine fitte Schwester den Freunden aus der Heimat.

von Autor ISProfil

Das Dominikanerinnen-Kloster in Strahlfeld bei Roding war Ziel des Altenwerks der Pfarrgemeinde. Mit dabei waren auch einige Bewohner des Seniorenheimes St. Josef, darunter Stadtpfarrer i.R. Ludwig Bock und Heimleiterin Christine Tschauner.

Freude herrschte, als Schwester Cordula Fahrnbauer zur Gruppe stieß. Die Pressatherin trat 1956 in den Orden ein, zwei Jahre später ging sie nach Afrika. Dort war sie hauptsächlich in Simbabwe und Sambia tätig. Im November 2013 kam sie zurück, um eine Krankheit auszukurieren. Acht Wochen verbrachte sie in verschiedenen Krankenhäusern und ist nun im Mutterhaus in Strahlfeld. Besonders freute sich die Schwester, dass auch einige ehemalige Schulkameraden dabei waren.

Zuvor hatte Schwester Waltraud die Gäste begrüßt und die Geschichte der Kongregation erklärt. Diese beginnt in St. Ursula in Augsburg. Von dort haben sich 1877 auf Bitten eines Bischofs sieben Schwestern auf den Weg nach Afrika gemacht, um eine Diözese mitaufzubauen.

Das Haus in Strahlfeld habe die Kongregation 1917 in völlig verwahrlostem Zustand gekauft. Dort entstand die erste deutsche Niederlassung der Gemeinschaft zur Heranbildung. Im Laufe der Jahre seien rund 500 junge Frauen von Strahlfeld aus in die Afrika-Mission gegangen, betonte Schwester Waltraud.

Nachdem die Gäste sich bei Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, besichtigten sie die in den 1950er Jahren entstandene Klosterkapelle. Dort stimmten die Besucher "Lobe den Herren" an. Anschließend ging Schwester Waltraud auf die Baugeschichte der Kapelle ein, die einmal der Pferdestall des Schlossgutes Strahlfeld war.

Höhepunkt der Feier in der Kapelle war eine Darbietung von vier jungen afrikanischen Schwestern, die Lieder in ihren Landessprachen vortrugen und sich mit Rhythmusinstrumenten begleiteten. Nach und nach erkundeten die Pressather die gesamte Anlage. Seit 2003 führt das Kloster ein "Haus der Begegnung" als Bildungs- und Begegnungsstätte. Außerdem verfügt das Kloster über eine eigene Krankenabteilung. Im Vortragsraum sahen die Besucher Dias und Filmausschnitten zur Geschichte.

Mit zirka 60 Schwestern ist Strahlfeld das größte Haus in Deutschland. "Als Missionsdominikanerinnen leben wir nach den Werten des Evangeliums, setzen uns ein für die Bewahrung der Schöpfung und fördern alles, was dem Leben dient", betonte Schwester Waltraud. Mit einem Abendessen klang der Besuch aus. Bei der Heimreise war auch Schwester Cordula dabei, die einen "Heimaturlaub" antrat.

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