03.09.2014 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Anita Müller feiert 70. Geburtstag - Schicksal vieler Sudetendeutscher erlebt Drei Jahrzehnte im "Stoff Shop"

von Autor ISProfil

Auf 70 Lebensjahre bickte Anita Müller, geborene Franz, zurück. Im Kreis ihrer Familie und mit zahlreichen Freunden und Bekannten feierte sie in einem eigens aufgestellten Zelt im Hof ihres Anwesens in der Schinnerstraße.

Das Licht der Welt erblickte die Jubilarin 1944 in Wintersgrün im Bezirk Sokolov (Egerland). Im Dezember 1945 ereilte die Familie das Schicksal vieler Sudetendeutscher, sie wurden aus der angestammten Heimat vertrieben. Die Aussiedlung führte sie zunächst nach Forkendorf in der Bayreuther Gegend und 1952 nach Pressath, wo die Jubilarin zur Schule ging. Nach Beendigung der Schulzeit fand sie in einem Geschäft in Weiden eine Anstellung. 1967 trat sie mit Reiner Müller vor den Traualtar. Der Ehe entstammt ein Sohn. Bedingt durch den Beruf des Ehemannes, er war Soldat bei der Bundeswehr, schlossen sich einige "Wanderjahre" an. Sehr gerne erinnern sie sich noch an die Zeit in Landsberg am Lech, wo sie von 1971 bis 1980 wohnten.

Zurück in Pressath fand Anita Müller eine Anstellung im "Stoff Shop" wo sie mittlerweile 31 Jahre arbeitet. Eng verbunden ist sie noch immer mit ihrer sudetendeutschen Heimat. Die jährlichen Treffen der ehemaligen Einwohner von Wintersgrün besuchte sie regelmäßig. Dabei pflegte sie die Kontakte mit Freunden und Bekannten. Seit mehr als 25 Jahren ist Anita Müller auch Mitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft Ortsgruppe Pressath. Ortsobmann Peter Eichler gratulierte und bedankte sich mit einem Buchgeschenk für die jahrelange Treue.

Besonders freute sich Müller über den Besuch von Rudolf Hüttl aus Vohenstrauß, ebenfalls ein gebürtiger Wintergrüner, sowie über die Glückwünsche von Cousin Fritz, der im selben Haus geboren wurde wie die Jubilarin. Seit mehr als 25 Jahren kümmert sich Müller um das Grab der Armen Schulschwestern auf dem Pressather Friedhof. Außerdem hält sie durch zahlreiche Besuche in Rom die Erinnerung an den verstorbenen Erzbischof Dr. Hans Schwemmer aufrecht. Die nächste Romreise steht in dieser Woche an.

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