31.10.2009 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Apfel, Birne, Quitte: Ausstellung mit 190 Sorten Aus aller Herren Länder

von Autor HHNProfil

Äpfel mit Resistenz gegen Schorf, Mehltau und sogar Feuerbrand - es gibt sie. Michael Altmann hatte bei der letzten Obstausstellung in diesem Jahr einige historische Sorten regengeschützt unter seiner Dachterrasse aufgebaut: vom "Roten Münsterländer Borsdorfer" über die "Englische Spitalrenette" und den "Roten Stettiner" - auch genannt "Türkischer Weinling", weil er von den Kreuzfahrern aus dem Bereich der heutigen Türkei mitgebracht wurde - bis hin zum russischen "Antonowka Polutorafuntowaja".

Bei den Birnen waren unter anderem die "Gräfin von Paris", die "Nordhäuser Winterforelle", "Madame Verte", die "Herzogin von Angouleme" und die sibirische "Nojabrskaja" vertreten. Zehn Quittensorten rundeten die umfangreiche Obstausstellung ab. Insgesamt hatten etwa 190 Apfel- und Birnensorten Platz gefunden.

Bei der Sortenbestimmung herrschte reger Betrieb: Der Stand von Michael Altmann und Martin Schanderl war oft dicht umlagert. Die Experten stellten klar, dass der gepflanzte Alexander-Lukas-Baum eine "Clairgeau's Butterbirne" ist. Und der "Rheinische Winterrambur" entpuppte sich als "Roter Bellefleur".
Das meiste Obst konnte auf Anhieb bestimmt werden. Es wurden aber auch einige seltene Exemplare vorgelegt. Ebenso waren tschechische Apfelsorten darunter: "Topaz", "Rubinola", "Rubin", "Vanda" und "Rosana". Die Mitglieder der Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern pflegen engen Kontakt mit den tschechischen Kollegen und sind so gut mit deren schönen Obstsorten vertraut, so dass die Bestimmung kein Problem darstellte.

Für dieses Jahr werde es wohl die letzte Ausstellung gewesen sein, sagte Michael Altmann. Die Äpfel werden wieder im Keller eingelagert, wo sie bei kühler Temperatur (vier Grad Celsius ist optimal) und ausreichender Luftfeuchtigkeit frisch auf Verzehr und Verbrauch warten. Des Weiteren wies der Experte darauf hin, dass sämtliche ausgestellten Obstsorten nicht gespritzt werden. Die zahlreichen Besucher lobten die gute Ausstellung sowie die erklärenden, fachlich fundierten Informationen und Antworten.

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