Doppelte goldene Hochzeit in der Kolpingstraße - Alle vier würden es wieder tun
100 Ehejahre zu feiern

Die Jubelpaare (ab Zweiter von links) Donald und Else Cannon sowie Emmi und Karl Rupprecht mit Bürgermeister Werner Walberer und Seniorenbeauftragten Albert Butscher (links) Bild: is
Lokales
Pressath
11.08.2014
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Goldene Hochzeiten sind selten geworden und deshalb etwas Besonderes. In Pressath gab es am Wochenende gleich zweimal diese Besonderheit: Die Nachbarn Emmi und Karl Rupprecht sowie Else und Donald Cannon konnten sich gegenseitig gratulieren.

Gleich zwei Termine für Bürgermeister Werner Walberer und Seniorenbeauftragten Albert Butscher in der Kolpingstraße: Am Wochenende feierten Emmi und Karl Rupprecht ihren 50. Hochzeitstag. Und nur wenige Meter weiter taten Else und Donald Cannon mit ihren Verwandten und Freunden genau dasselbe. Walberer und Butscher gratulierten beiden Paaren aufs Herzlichste. Beide sagten, sie hofften für die Jubelpaare auf noch mehrere gemeinsame Jahre bei bester Gesundheit.

Auf dem Felix

Emmi Geitner und Karl Rupprecht schlossen am 7. August 1964 vor dem Standesamt Pressath den Bund der Ehe. Damals war Bürgermeister Alfred Oesterreicher der Standesbeamte. Einen Tag später folgte in der Klosterkirche St. Felix in Neustadt an der Waldnaab die kirchliche Trauung. Kennengelernt haben sie sich bei einem Kirwatanz in der Gastwirtschaft Sporrer in Hütten.

Der Zimmermann Karl Rupprecht war über 40 Jahre beim "Ami im Truppenübungsplatz Grafenwöhr" beschäftigt. Ehefrau Emmi arbeitete 26 Jahr in der Schneiderei in Pressath und nach der Schließung des Werkes als Reinemachefrau in der Sparkasse. Der "Schrödl Karl", wie er in Pressath genannt wird, ist fast jeden Tag mit dem Fahrrad oder seinem "Oldie-Moped" in und um Pressath unterwegs. Er engagiert sich im Schäferhundeverein, der ihn wegen seiner herausragenden Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt hat. An jedem zweiten Dienstag im Montag ist für Emmi und Karl Rupprecht das Wirtshaussingen im Café Schwärzer ein Pflichttermin.

Else Dechant und Donald Cannon haben am 8. August 1964 vor dem Standesbeamten in Hohenfels "Ja" gesagt. Dort hatten sich die gebürtige Hohenfelserin und der auf dem Übungsplatz Hohenfels stationierte US-Soldat kennen- und lieben gelernt. Hinter dem Paar liegt ein bewegtes Leben. Dreimal wurde Donald während seiner Militärzeit in die "Staaten" versetzt, um dann wieder nach "Old Germany" zurückzukommen. Von 1971 bis 1976 war er in Fürth stationiert, 1978 schied er schließlich aus dem Militärdienst aus.

Herz gehört der US-Armee

Zehn Jahre arbeitete er danach als Automobilverkäufer bei der Firma Opel Memmel in Kemnath und danach bei der Firma Natterer in Weiden. Mehrere Jahre lebte das Ehepaar Cannon in Riggau. Mitte der 1980er Jahre bezog es dann sein schmuckes Eigenheim in der Kolpingstraße. Das Paar hat einen Sohn, und der ganze Stolz ist der mittlerweile zweijährige Enkel Lars Benedikt, um den sie sich immer liebevoll kümmern.

Dass Don Cannon sich in seiner neuen Heimat sehr wohl fühlt, zeigt die Tatsache, dass er in mehreren Vereinen aktiv ist. Sein Herz hängt aber immer noch an der U.S. Army, und hier insbesondere an den "Veterans of Foreign Wars", für deren Ziele er sich sehr einsetzt. Bezeichnend für die beiden Jubelpaare ist die Tatsache, dass alle übereinstimmend erklärten, dass sie ihre Partner "allemal wieder heiraten würden".
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