13.05.2004 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Förderverein bricht Lanze für Fortbestand der Musikschule Pressath-Grafenwöhr: Beitrag zum Kultur-Leben

Der Freundeskreis der Musikschule Pressath-Grafenwöhr hat ein neues Ehrenmitglied. In der Jahreshauptversammlung in der Gastwirtschaft Heining wurde dem langjährigen musikalische Leiter der Schule, Alois Juretzka, einstimmig dieser Titel zuerkannt.

von Autor ISProfil

Damit solle die Pionierarbeit Juretzkas beim Aufbau der Musikschule gewürdigt werden, unterstrich Vorsitzender Willi Dötsch in einer kurzen Laudatio. Die Ernennungsurkunde wird anlässlich des 80. Geburtstages von Juretzka Ende Juni überreicht werden.

In seinem Rechenschaftsbericht hob Dötsch die Notwendigkeit des Fördervereins für den Bestand der Musikschule Pressath-Grafenwöhr hervor. Alljährlich investiere der Verein über 7500 Euro in die Schule. Damit würden unter anderem Fortbildungsveranstaltungen, wie zum Beispiel das Probenwochenende der Blaskapelle, unterstützt und Musikinstrumente gekauft. Auch sei ein finanzieller Beitrag zur Büroausstattung der Schule geleistet worden.

Städte engagieren sich

Dötsch brach eine Lanze für die Musikschule, die eine wesentlicher Beitrag zum kulturellen Leben in den Städten Grafenwöhr und Pressath sei. "Es ist bedauerlich, dass sich vor allem jetzt in Zeiten der Finanznot Tendenzen herauskristallisieren, die den Bestand der Musikschule gefährden", kritisierte Dötsch. Sein Dank galt der Schulleitung und den Stadtratsgremien von Pressath und Grafenwöhr, die sich viel für die Jugend einsetzten. Kassenverwalter Günter Urban gab einen genauen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben in den Jahren 2002 und 2003. Dabei zeigte sich, dass der Verein trotz der großen Investitionen finanziell auf gesunden Beinen steht. Urbans Aussagen wurden von den Kassenprüfern Anton Murr und Jochen Sertl bestätigt.

Unter der Leitung von Bürgermeister Anton Gareis gingen dann die Neuwahlen der Vorstandschaft über die Bühne. Dabei gab es nur geringfügige Änderungen. Willi Dötsch wurde einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Für den ausgeschiedenen stellvertretenden Vorsitzenden Ralf Mahnke wurde Martin Murr gewählt. Schriftführerin blieb Marianne Koslowski, und auch Kassenverwalter Günter Urban ist in den kommenden zwei Jahren wieder dabei. Kassenprüfer blieben Jochen Sertl und Anton Murr. An den ausgeschiedenen stellvertretenden Vorsitzenden Ralf Mahnke, der dieses Amt sechs Jahre lang bekleidet hat, überreichte Dötsch ein Erinnerungsgeschenk.

Schule im Städtedreieck

Gareis würdigte die herausragenden Leistungen der Musikschule. "Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" konnten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Schüler aus Pressath und Grafenwöhr hervorragend platzieren", freute sich das Stadtoberhaupt. Gareis regte an, im Städtedreieck Gespräche zu führen, um eine gemeinsame Musikschule einzurichten.

Lore Widmann überbrachte die Grüße der Stadt Grafenwöhr und verwies dabei auf einen Beschluss des Stadtrates, die Höhe der finanziellen Unterstützung durch die Kommune zu "deckeln". Überall müsse gespart werden, eben auch bei der Musikschule, meinte sie.

Elisabeth Hartwanger aus Eschenbach verwies auf die Rechtsform der Eschenbacher Musikschule als Verein, der von der Stadt finanziell unterstützt werde. "Fusionsgespräche müssten mit der Kommune geführt werden", sagte sie. Stadtverbandsvorsitzender Andreas Anger bedankte sich für die jahrelange Unterstützung, die er von der Musikschule Pressath-Grafenwöhr erhalten hat.

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