19.02.2004 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Großer Bahnhof für Jakob Scharf zum 75. - Gratulanten würdigen die vielen Leistungen des ...: Drei Kapellen blasen "Jackl" den Marsch

von Autor ISProfil

Was sich vor dem Wohnhaus von Jakob Scharf in der Kemnather Straße abspielte war schon fast ein Konzertabend. Nicht weniger als drei Kapellen waren aufmarschiert, um dem Hausherrn ein Ständchen zum 75. Geburtstag zu bringen.

Den Anfang machten die Pressather Musikanten unter der Leitung von Martin Wolf. Mit dem Marsch "Hoch- und Deutschmeister" wurde zackig begonnen, es folgten die "Petschauer Polka" und der "Laridah Marsch". Zwischendurch nutzte der Vorsitzende des Musikvereins, Alexander Elstner, eine kurze Trinkpause zur Gratulation. Elstner bedankte sich beim Ehrenmitglied des Vereins für dessen Leistungen.

Als nächste nahmen Aufstellung die Mitglieder der Blaskapelle der Musikschule Pressath-Grafenwöhr unter der Führung von Benno Englhart. Zwei flotte Märsche und zum Schluss der Walzer "Ich hab' getanzt heut' Nacht" aus dem Musical My Fair Lady zeigten, dass auch die Jungen musikalisch viel gelernt haben.

Willi Dötsch, Vorsitzender des Fördervereins der Musikschule, würdigte den Jubilar als einen Mann, der mit der Musikschule sehr eng verbunden ist. "Musik war und ist sein Leben", sagte Dötsch und erinnerte an die Gründung der Schule vor über 30 Jahren. Mehr als eine Generation von Musikern hat in der Schule nun schon gelernt und manche Kapelle in der Region hat von der guten Nachwuchsarbeit der Pressather Musikschule profitiert.

Die nächsten musikalischen Gratulanten kamen von der Feuerwehr Pressath. Der Spielmannszug der Spritzenmänner unter der Führung von Stadtrat Norbert Höfer zeigten, dass auch sie es hervorragend verstehen, Musik zu machen.

In Begleitung der jungen Musiker in ihren schmucken Uniformen war die Vorstandschaft der Pressather Wehr gekommen. Vorsitzender Rudi Deglmann bedankte sich bei Jakob Scharf für dessen jahrelange Treue zum Verein.

Die Grüße des CSU-Ortsverbandes Pressath hatte am Nachmittag schon Vorsitzender Gottfried Kraus überbracht. Scharf war 18 Jahre als engagierter CSU-Mann Mitglied des Pressather Stadtrats. Bürgermeister Anton Gareis erinnerte daran, dass Scharf von 1972 bis 1990 auch als zweiter Bürgermeister sich für die Belange der Stadt eingesetzt hat. "Du bis der Vater der Freizeit- und Erholungsanlage" unterstrich Gareis die Leistungen von Scharf. Das Stadtoberhaupt bedankte sich beim Jubilar für dessen Einsatz zum Wohl der Stadt und der Bevölkerung. Neben seiner Tätigkeit als Stadtrat wirkte Scharf auch im Kreistag. Stellvertretender Landrat Willi Neuser überbrachte die Grüße von Simon Wittmann. Neuser erinnerte auch daran, dass Scharf im Musterungsausschuss mitgewirkt hat und außerdem war er über neun Jahre Schöffe beim Amtsgericht Weiden.

Weitere Gratulanten waren Vertreter des Obst- und Gartenbauvereins und der Krieger- und Soldatenkameradschaft Pressath. Die Grüße der Pfarrei überbrachte Pfarrer Ludwig Bock, die Kolpingsfamilie war durch Helmuth Langhammer und Anton Waldmann vertreten.

Jakob Scharf erblickte am 17. Februar 1929 in Weihersberg das Licht der Welt. Mit 16 Jahren musste er als jüngster Soldat Pressaths noch in den Zweiten Weltkrieg ziehen. Nach einer kurzen amerikanischen Kriegsgefangenschaft kam er wieder in seine Heimat zurück. Über 45 Jahre war er als Briefträger aus dem täglichen Leben der Stadt Pressath nicht wegzudenken. Aus der Ehe mit Erna Schreyer sind drei Töchter und ein Sohn hervorgegangen. Schwer traf ich das Schicksal, als 1985 seine Ehefrau verstarb. Sein ganzer Stolz sind die Enkelkinder, um die er sich liebevoll kümmert.

Der "Jackl", wie er in Pressath genannt wird, ist ein geselliger Mensch, den die Musik jung erhalten hat. Wenn die Gelegenheit passt, greift er noch heute gerne zu seiner "Diadonischen" und sorgt mit flotten Liedern für Unterhaltung.

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