14.01.2011 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Haide- und Fichtelnaab verschonen Anwohner im Großen und Ganzen Hochwasser kommt und geht

Land unter hieß es am Freitag entlang von Fichtel- und Haidenaab sowie deren Zuflüssen. Schneeschmelze und starker Regen am Donnerstag sorgten nach einer kurzen Verschnaufpause für deutliche stärkere Überschwemmungen als am Anfang der Woche.

von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Am schlimmsten war die Situation entlang der Haidenaab. In der Nacht überschritt der Pegel an der Messstelle Pressath die Meldestufe 4, was bedeutet, dass auch bebautes Gebiet überspült ist. Vor allem Troschelhammer und die Kahrmühle waren wieder betroffen, doch auch in Pressath selbst verwandelten sich einige Straßenzüge in Seenlandschaften.

Dennoch hielten sich die Schäden in Grenzen - weil der Regen am frühen Morgen nachließ und "weil die Betroffenen Erfahrung mit Hochwasser haben und vorsorgen", wie die Polizei in Eschenbach erklärt. Dies bestätigt auch Heinz Koppauner. "In Troschelhammer haben wir fünf, in Pressath zwei Keller ausgepumpt", berichtet der Kommandant der Pressather Wehr. Früh um 5 Uhr habe der Einsatz begonnen, um 13 Uhr war er wieder vorbei. Zu diesem Zeitpunkt sanken die Pegel bereits wieder.

Auch entlang der Fichtelnaab war am Nachmittag das Schlimmste überstanden. Einige Stunden zuvor war dagegen noch nicht absehbar, dass die Fluss-Anwohner recht glimpflich davonkommen würden. In Ebnath war die Brücke am Witzlasreuther Weg gesperrt. Das Fichtelnaabstadion der DJK lag nicht mehr am, sondern im Fluss.
Auch in Erbendorf trat der Fluss über die Ufer, überschritt aber nur die Meldestufe 2. Die Feuerwehr musste nicht ausrücken. Im Krummennaab sperrte die Polizei die Straße zum Sportheim. Auf der B 22 errichteten die Kemnather Beamten auf Höhe von Guttenberg einen Geschwindigkeitsrichter, weil der Durchlass an der Straße überfordert war. Eine Sperrung war nicht nötig.

Brenzlig wäre das Hochwasser allerdings um ein Haar für einen Betroffenen geworden - für Rocky, den Hofhund des Schiffmann-Hofes in Pressath. Ihn mussten die Helfer evakuieren, nachdem sein Zwinger mit Wasser vollgelaufen war.

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