Kabarett-Duo Schrägschrauben begeistert im Sportheim der DJK Pressath
Hart zu Männern und Zwerchfell

Die 1970er Jahre und die Kultsendung "Disco" erlebten in Pressath eine Wiederauferstehung. Bild: is
Lokales
Pressath
03.05.2013
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Nicht leicht hatten es die Männer im Publikum. Aber als sie sich die Karten für den Auftritt der Schrägschrauben im DJK-Sportheim besorgten, hätten sie wissen müssen, was da auf sie zukommt. Zum Beispiel der Dialog über die Ehemänner der Schrägschrauben, in dem es hieß: "Du, ich hab da neulich deinen Mann getroffen. Gott, hab ich mich gefreut!" "Ja, wieso freust du dich, wenn du meinen Mann triffst?" "Weil er nicht meiner ist!"

Dabei ist der eigene Gatte auch kein "Traummann". Als der bittet: "Sag doch etwas Schmutziges zu mir", lautet die Antwort kurz "Küche". Jedenfalls bekommen nicht nur die Ehemänner Friedhelm und Micki ihr Fett weg. Berta hat einen im Fasching kennengelernt und ist danach völlig enttäuscht: "Wer konnte ahnen, dass das gar keine Maske war."

Aber nicht nur gegen Männer wird gestichelt, auch das eigene Geschlecht wird durch den Kakao gezogen. Da werden Schönheitswahn und das Kaufverhalten bei Aldi-Sonderangeboten kommentiert. Die Klamotten dort lassen sich am besten auf der Tiefkühltruhe aussuchen, nachdem man zunächst wahllos alle Sonderangebote gegriffen hat.
Für die Männer dauerte die Verschnaufpause nicht lang. Die Schilderung eines "Eherettungsseminars" ist für die nicht sehr schmeichelhaft. Die Kabarettistinnen lieferten einen weiteren Höhepunkt: Bauchtanz. Einfach zum Lachen fiel die Darbietung von Anna im Strickkostüm und Berta im Wickelkleid aus. Kurzerhand musste ein Mann zur Unterstützung auf die Bühne. Kopfzerbrechen bereitete dann die Frage: "Warum hab ich Falten, aber Iris Berben nicht?"

Der absolute Clou war der Auftritt im ABBA-Outfit. Da wurde kurzerhand Ilja Richters Kultsendung "Disco" wieder erweckt. Damals, so die Begründung, lief die Sendung samstags immer zeitgleich mit der Sportschau, die der Vater sehen wollte. "Licht aus - Spot an", riefen die beiden, und unterstützt von einer männlichen Tanzgruppe aus dem Publikum sangen und tanzten sie "Mama Mia". Tosender Beifall, viel Lachen und gute Stimmung waren dem Duo sicher. Neben Regina Diegel und Monika Helmstreit hatten daran auch die Musiker Bernhard Helmstreit (Bass) und Wolfgang Dirscherl (Orgel) ihren Anteil.

Für die Frauen-Union dankte Vorsitzende Susanne Reithmayer den Künstlern. Der Dank galt auch dem Vorstand, der für Dekoration und Verpflegung gesorgt hatte.
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