07.02.2004 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Kapuzinerbruder Kleophas Bernhard über Vorzüge des eigenen Gartens: "Mensch gehört zur Natur"

"Der Garten ist nicht nur ein Stück Erde, sondern ein Stück unseres Lebens." Unter dieses Motto stellte Bruder Kleophas Bernhard vom Kapuzinerkloster Altötting sein Referat beim Obst- und Gartenbauverein. Auf äußerst humorvolle Art brach er eine Lanze für die Gartenarbeit, die jung erhalte.

von Autor ISProfil

Mit seinen 70 Jahren war er für diese Aussage der beste Beweis. Der Ordensmann forderte die Besucher auf, "Sinn für die Natur" zu haben und die Gärten hoch zu schätzen. "Wenn wir etwas Eigenes im Garten ziehen, ist das etwas Großartiges, betonte er. "Der eigene Garten kann ein Erlebnis sein, wenn ich im Einklang mit ihm lebe."

Selbst gezogene Wohltaten

Schon die Kinder sollten an den Garten herangeführt werden. "Wir müssen die Natur den Kindern auf natürliche Weise erklären, und das können wir am besten im eigenen Garten, wenn die Kinder miterleben, wie alles wächst und gedeiht."

Immer wieder "gewürzt" mit lustigen Begebenheiten aus seinem Leben, verstand es der Gärtnermeister des Altöttinger Klosters, die Besucher zu begeistern. "Ein schöner Garten ist wie ein Blick in den Himmel, und Sachen aus dem eigenen Garten sind Wohltaten für Leib und Leben," ermunterte er die Frauen, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten zu verbrauchen: "Selbst gemachte Marmelade ist doch durch nichts zu ersetzen."

An Natur erfreuen

Er bedauere die Leute, die sich nur am eigenen Geldbeutel erfreuen könnten und nicht an der Natur, die Gott so wunderschön erschaffen habe. "Der Mensch gehört zur Natur, und die schönste Blume, die auf der Welt wächst, ist immer noch der Mensch", philosophierte Bruder Kleophas.

Seinen Vortrag beendete er mit einem Gebet. Es gipfelte in der Aussage, alle müssten dankbar sein für die Welt, in der wir leben. Er rief dazu auf, diese Welt in all ihrer Schönheit zu bewahren. "Dank und Glück sind zwei Geschwister, die zueinander gehören", sagte er abschließend.

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