Klausurtagung legt Ziele fest: Umbau von Alstadt und Bändel - Bauplätze reichen aus
SPD setzt auf Sanierung

Lokales
Pressath
15.04.2013
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Zur Klausurtagung traf sich die SPD-Stadtratsfraktion. Mit Bürgermeister Konrad Merkl und Ortsvorsitzendem Bernhard Stangl ging es darum, die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit festzulegen. Diese sehen die Pressather Genossen vor allem in der Altstadtsanierung.

Zunächst stand ein Rückblick auf die zurückliegende Arbeit auf dem Plan. Die Bilanz des Fraktionssprechers Franz Floth fiel durchweg positiv aus. Die Vorstellungen der SPD-Fraktion gingen "langsam in Erfüllung". Auch Bürgermeister Konrad Merkl betonte, dass das Wahlprogramm aus dem Jahr 2008 weitgehend umgesetzt ist.

Neuer Parkplatz

Die wichtigste Aufgabe sei nun, die Altstadtsanierung voran zu bringen. Für den Ausbau von Hupferberg und Hinter der Mauer steht bereits Geld im aktuellen Haushalt. Zusätzlich soll ein Parkplatz im Bereich Tulpenstraße - Hinter der Mauer entstehen. Als "mögliches Juwel" sieht die SPD das Bändelgebiet. Der Schulbereich mit der Mehrzweckhalle stehe vor der Fertigstellung. Die verbliebenen alten Stadel sollen weichen. Voraussetzung dafür sei, dass die Stadelbesitzer verkaufen tauschen wollen. Für Ersatzstadel sind zwei Gebiete am Stadtrand in der näheren Auswahl.
Manchen Stadträten ginge die Neugestaltung dieses Gebiets nicht schnell genug. Um die Struktur des Bändelgebiets im Bereich der alten Städel komplett neu gestalten zu können, bedarf es jedoch der Mitwirkung der vielen Grundstücksbesitzer, war sich die Versammlung einig. Der neu gestaltete Bereich zwischen Schule und Reichweinstraße sei jedenfalls sehr gelungen, so die Teilnehmer der Tagung.

Auch die Neugestaltung der Hauptstraße war Thema. Hierfür benötige die Stadt aber die Planungshoheit. Die sei erst gegeben wenn die alte B 299 über die Hauptstraße an Kirche und Rathaus vorbei, zur Ortsstraße wird. Dass dies nicht im Sinn aller angrenzenden Bürger ist, sei wegen der dann möglichen Herstellungsbeiträge nachvollziehbar. Dritter Bürgermeister Werner Walberer betonte jedoch, dass es die Pflicht des Stadtrats sei, nicht das Wohl einzelner Bürger, sondern das der gesamten Stadt in den Vordergrund zu stellen. Der Ausbau der Reinwaldstraße sollte mit der Neugestaltung der Hauptstraße erfolgen. Wenn die geplanten Grundstücksverhandlungen nicht zum Abschluss kommen, muss die Planung für die Reinwaldstraße ohne weiteren Grunderwerb vorangebracht werden. "Lange genug wurde bereits versucht, die für die Stadt interessanten Grundstücke zu erwerben, einmal ist die Geduld zu Ende", so Stadtrat Hans Forster zum Thema Reinwaldstraße.

Schlechter Zustand

Thema war auch der schlechte Zustand der innerörtlichen Straßen und Gehwege. Für dieses Jahr ist geplant, die Beläge der Bürgersteige und die abgesunkenen und beschädigten Bordsteine an den Kreisstraßen (Wollauer- und Bahnhofstraße) zu erneuern (wir berichteten).

Zum immer wieder kontrovers diskutierten Thema Baulandausweisung bleibt die SPD bei ihrem Standpunkt: In Pressath seien genügend baureife Bauplätze vorhanden. Die Ausweisung eines Baugebietes würde laufende Kosten für die Bürger bedeuten: zum einen für die Erschließung, zum anderen für den Unterhalt.

Der demografische Wandel mache es fraglich, ob die Regierung der Oberpfalz einem weiteren Baugebiet und damit einer weiteren Zersiedelung zustimmt. Diese Meinung vertrete auch die Bayerischen Staatsregierung. "Bis zum heutigen Tag konnte jeder, der in Pressath bauen wollte, auch einen Bauplatz erwerben", schloss Bürgermeister Merkl.
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