Pressather feiern Patrozinium - Verehrung des heiligen Georg geht bis ins fünfte Jahrhundert ...
"Christsein ist kein Teilzeitjob"

Lokales
Pressath
23.04.2013
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"Der heilige Georg war in der Gefolgschaft Jesu Christis der gute Hirte, der für uns alle ein Vorbild sein kann." Mit dieser Aussage zog Stadtpfarrer Edmund Prechtl eine Verbindung vom Pressather Kirchenpatron zum Welttag der geistigen Berufe, den die katholische Kirche am Sonntag feierte.

Das Fest des heiligen Georg war der Anlass für viele Gläubige, um gemeinsam mit Pfarrer Prechtl die heilige Messe zu feiern. Die Feierlichkeiten begannen schon rund eine halbe Stunde früher. In der Nähe des Kindergartens hatten zahlreiche Vereine mit ihren Fahnen und Bannern Aufstellung genommen, um - angeführt vom Spielmannszug der Feuerwehr - im feierlichen Zug in die Kirche zu marschieren.

Die Verehrung des heiligen Georg geht bis in das fünfte Jahrhundert zurück. Das Bild am Hauptaltar der Pressather Stadtpfarrkirche zeigt den Heiligen, wie er sich vor Christus und dem Gottvater niederwirft und seinen Platz im Himmel findet. "Der heilige Georg hat in der Nachfolge von Jesus Christus gelebt und war dabei immer ein guter Hirte", predigte Pfarrer Prechtl. Er forderte die Gläubigen auf, so wie der heilige Georg in der Nachfolge Christi zu leben und zu sagen: ,Ich bin Christ wie der gute Hirte - immer und durch und durch.'"

Es gebe keinen Urlaub im Christsein, und die christliche "Karriere" dürfe nicht mit der Kommunion und der Firmung beendet sein. "Christsein ist kein Teilzeitjob, und erst recht kein Hobby oder eine Dekoration zur Hebung der Feierlichkeit bei bestimmten Festen", sagte der Prediger. Zum Abschluss der Festmesse bedankte sich Pfarrer Prechtl bei allen, die zum Gelingen des Patroziniumsfestes beigetragen haben. Dank sprach er auch dem Kirchenchor unter der Leitung von Günther Hösl und der Organistin Susanne Kocbek für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes aus. Bevor dieser mit dem feierlichen "Großer Gott, wir loben Dich" endete, lud Prechtl die Besucher noch zum weltlichen Teil des Patronatsfestes in den benachbarten Pfarrsaal ein. "Dort treffen wir uns bei einem zünftigen Seidel Bier und bei Weißwürsten", sagte er.
Die Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Renate Kneidl, begrüßte im vollen Saal neben den Vereinen und Organisationen besonders Stadtpfarrer Prechtl und dessen Vorgänger Ludwig Bock sowie Pressaths zweiten Bürgermeister Karl Rodler und den ehemaligen stellvertretenden Landrat Willi Neuser. Kneidl bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern. Dank sprach sie besonders der Pfarrjugend für ihre Arbeit und der Kapelle "Stock und Hut" aus, die mit flotten Oldies richtige Frühschoppenstimmung aufkommen ließ.
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