17.02.2004 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Pressather Stadtrat ist auf der Suche nach einer neuen Einnahmequelle: Parkgebühr am Kiesibeach?

Eintritt kostenlos und Riesenandrang am Badeweiher. Da könnte man doch auf die Idee kommen, wenigstens Parkgebühren von den vielen Autofahrern zu kassieren. In Pressath laufen dafür die Überlegungen.

von Autor ISProfil

Nicht nur der Jahrhundertsommer des Jahres 2003 hat gezeigt, dass die Städtische Freizeit- und Erholungsanlage von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Viele Besucher auch von außerhalb sind hier Gäste und nutzen die Möglichkeiten, sich an der Kiesgrube zu entspannen und zu baden.

Alles kostet Geld

Darüber sind die Verantwortlichen der Stadt sehr erfreut. Allerdings hat die Medaille auch eine Kehrseite, denn die Benutzung der Anlage ist für die Gäste kostenlos und der Stadt entstehen Ausgaben, auch wenn diese bei weitem nicht so hoch sind wie bei einem beheizten Freibad.

Seit einiger Zeit befasst sich der Stadtrat nun schon mit dem Thema wie man für die Anlage zu Geld kommen könnte. Eine Möglichkeit wäre es, für die Parkplätze an der Kiesgrube Gebühren zu verlangen. Die Verwaltung ist beauftragt worden, verschiedene Varianten zu untersuchen und dem Gremium Lösungsvorschläge zu machen.

In der jüngsten Stadtratssitzung befasste sich der Rat nun mit diesem Thema. Dabei wurde nach wenigen Wortmeldungen klar, dass bis zu einer endgültigen Entscheidung noch einige Zeit vergehen wird. Vor allem die Überwachung der Anlage müsse genau überdacht werden.

Bürgermeister Anton Gareis hieß zur Sitzung Polizeihauptmeister Christian Simon, Verkehrssachbearbeiter bei der PI Eschenbach, willkommen. Dieser betonte, dass die Überwachung des ruhenden Verkehrs nur im Rahmen der sehr eingeschränkten personellen Besetzung der Inspektion möglich sei.

Die Einführung einer kommunalen Verkehrsüberwachung, ganz egal ob allein durch die Stadt oder im Rahmen eines Zweckverbandes mit anderen Kommunen müsse rechtlich und finanziell exakt geprüft werden.

Konrad Merkl von der SPD schlug vor, einen Rentner mit der Überwachung zu beauftragen. Während Albert Butscher von den Freien Wählern dafür durchaus eine Möglichkeit sah, befürchtete Richard Suttner von der CSU Probleme: Wie kann man zahlungsunwillige Parker zwingen, ihren Obolus zu entrichten.

Diskutiert wurde unter anderem auch die Errichtung einer Schrankenanlage für die Parkplätze unmittelbar an der Freizeitanlage. Hier wurde aber von einigen Räten die Meinung vertreten, dass dann wohl eher die Straßen rund um die Kiesgrube "zugeparkt" werden.

Kassiert die Wasserwacht?

Richard Suttner schlug vor, die Überwachung der rund 150 Parkplatze an der Freizeitanlage zusammen mit der Wasserwacht zu betreiben. "Die Einnahme wäre sicherlich ein Anreiz, eine derartige Aufgabe zu übernehmen", vermutete Suttner.

Die Verwaltung wurde beauftragt, nochmals Lösungsvorschläge zu erarbeiten und dabei auch die Möglichkeit einer kommunalen Verkehrsüberwachung zu berücksichtigen. Gegebenenfalls soll eventuell mit Nachbargemeinden eine gemeinsame Lösung untersucht werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.