Radweg soll Entwicklung des Lebens über 500 Millionen Jahre nachzeichnen - Infotafeln geplant
"Weg des Lebens" 50 Kilometer lang

Lokales
Pressath
24.04.2013
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"Weg des Lebens" - so soll künftig ein Radweg heißen, den momentan der Geopark Bayern-Böhmen ausarbeitet und der unter anderem auch durch Pressath führt. Es ist geplant, auf 50 Kilometern Länge die Entwicklung des Lebens maßstabsgetreu auf Informationstafeln zu erläutern. Der Stadtrat hat in der Sitzung einstimmig für eine Teilfinanzierung des Radweges votiert.

Sportsfreunde, die auf dem "Weg des Lebens" radeln, sollen erfahren, was Zeit bedeutet und wie lange die Zeitabstände waren, die zwischen einzelnen bedeutenden Entwicklungsetappen lagen. Die letzten zehn Kilometer des Radweges sollen als getrennte, kurze Runde gestaltet werden und im Dreieck der Städte Eschenbach, Grafenwöhr und Pressath liegen. Vorgesehen ist aber auch, die Gemeinden Kirchenthumbach, Schlammersdorf, Speinshart und Trabitz einzubinden. Familienfreundlichkeit steht im Mittelpunkt.

Vor allem die kurze Runde besteht größtenteils aus flachen Strecken; sie führt zum Spielplatz in Bärnwinkel, und auch der Walderlebnispfad in Eschenbach kann angefahren und für eine kleine Pause genutzt werden.

Tafeln erklären Entwicklung

Sehenswürdigkeiten an der Strecke werden unter anderem das Hexenhäusl, die Aussichtsplattform am großen Rußweiher, das Eschenbacher Weihergebiet und die Tongrube am Barbaraberg sein. Etwa 20 Informationstafeln erklären jeweils 500 Millionen Jahre der Entwicklung. Die Tafelstandorte sind bereits ausgewählt, jedoch müssen noch Gespräche mit den Forststellen geführt werden. Die Gesamtkosten des Radweges belaufen sich etwa auf 50 600 Euro. Der Geopark Bayern-Böhmen wird für 80 Prozent der Kosten aufkommen, fordert allerdings eine Kofinanzierung der beteiligten Städte und Gemeinden.

Stadt muss 1800 Euro zahlen

"Die Infotafeln sind eine Bereicherung für unseren Radweg und die Stadt", sagte Bürgermeister Konrad Merkl. Die Stadt Pressath müsste sich mit etwa 1800 Euro am Projekt beteiligen. Die erste Hürde für den "Weg des Lebens" ist bereits genommen.

Der Stadtrat stimmte für eine Beteiligung. Das weitere Vorgehen soll bei einer Besprechung zwischen den Städten, Gemeinden und mit Dr. Andreas Peterek, dem Projektleiter des Geoparks geklärt werden.
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