Stadtrat plant Breitbandausbau - Ingenieur Frank Florian erläutert Gremium die Situation
Schnelles Internet soll junge Familien locken

Lokales
Pressath
20.04.2013
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Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag stand das Thema Breitbandversorgung im Mittelpunkt. Diplom-Ingenieur Frank Florian von der Firma IK-T aus Regensburg informierte die Stadträte über den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen und die geplanten Erschließungsgebiete. Bei der anschließenden Abstimmung nahm das Gremium seine Vorschläge geschlossen an.

Wer ein schnelles Internet vorweisen kann, kann Bauplätze besser verkaufen und lockt junge Familien an - da waren sich die Stadträte einig. Der Ingenieur aus Regensburg sollte sie deshalb über eine mögliche Verbesserung der Internetgeschwindigkeit in Pressath informieren. Ein Förderprogramm soll zu der Maßnahme beitragen.

Frank Florian betreut derzeit etwa 50 Gemeinden bis hin zum Förderantrag. Voraussetzung, um einen solchen überhaupt stellen zu können, ist, dass mindestens fünf örtliche Unternehmen begründen, dass sie schnelles Internet benötigen. Eines der Unternehmen muss einen Bedarf von mindestens 50 Megabits pro Sekunde, vier weitere einen von mindestens 30 Megabits pro Sekunde melden.

Start Ende 2014 möglich

Der Begriff "Unternehmer" ist laut Florian aber sehr weit gefasst, auch Landwirte, die Photovoltaikplatten auf ihren Dächern haben, würden dazu zählen. Derzeit prüft IK-T die einzelnen Stadtteile dahingehend, ob ein Ausbau technisch und wirtschaftlich überhaupt möglich ist. Besonders gut lassen sich Stadtteile mit eigenen Kabelverzweigern aufrüsten. Bei Stadtteilen wie zum Beispiel Kahrmühle, Friedersreuth, Döllnitz oder Glashütte, die keinen eigenen Kabelverzweiger haben, müsse noch eine Lösung gefunden werden. "Wenn wir jetzt gut durchkommen, können wir davon ausgehen, dass wir im Spätherbst oder Anfang des Winters 2014 anfangen können", so der Ingenieur. Die Verwirklichung ab der Vergabe der Projekte werde etwa zwölf bis 18 Monate dauern.

Gegen Gehweg

Die Stadträte beschäftigten sich auch mit dem Ausbau der Kreisstraße zwischen Wollau und Pressath. Der Ausbau selbst ist zwar längst geklärt, nicht aber, ob und in welcher Form ein Gehweg entlang der Straße angelegt werden soll. Die Beauftragte des Landkreises für Menschen mit Behinderung hatte sich bereits für einen Gehweg ausgesprochen.

Nach längerer Diskussion stimmten die Stadträte allerdings einstimmig dagegen. Ein Gehweg entlang der Kreisstraße sei nicht nötig, da Spaziergänger sowieso meist den Weg direkt durch das Dorf wählen würden. Die Vorschlagsliste für die Schöffenwahl wurde einstimmig angenommen.

Ein Antrag der CSU-Fraktion auf Staubfreimachung der Straße im Bändel, die zum DJK-Sportheim führt, sorgte für Diskussionen im Gremium. Die Kosten dafür würden etwa bei 25 000 Euro liegen. "Das ist die schlechteste Straße, die wir in Pressath haben", sagte Richard Suttner.

Franz Floth erwiderte: "Wie wir das Sportheim damals gebaut haben, war klar, dass die Straße deswegen nicht geändert wird." CSU-Fraktionssprecher Eugen Schmidt erwähnte in seinem Antrag, dass sich nicht nur viele Anwohner, sondern auch auswärtige Besucher der neuen Sporthalle über die schlechte Beschaffenheit der Straße beschweren würden. Floth antwortete darauf nur, dass die Straße im Bändel auch nicht die eigentliche Anfahrt zur neuen Sporthalle sei und man vielleicht über eine Ausschilderung sprechen könnte. Dieser Tagesordnungspunkt blieb allerdings ohne Beschluss.
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