22.09.2004 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Stadtverband Pressath ohne Vorsitzenden - Andreas Anger zum Ehrenvorsitzenden ernannt: Kein Nachfolger in Sicht

Der Stadtverband ist führungslos. Bei den Neuwahlen am Montag im Gasthaus Heining fand sich kein Nachfolger für Andreas Anger, der den Verband 20 Jahre lang geleitet hatte.

von Autor ISProfil

Anger hatte bereits bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr erklärt, das Amt niederzulegen, auch wenn sich kein Nachfolger findet. Bis eine neue Vorstandschaft gefunden ist, beschränkt sich die Arbeit des Stadtverbandes lediglich auf die Koordination der Vereinstermine. Eigene Veranstaltungen, wie den Faschingszug oder anderweitige gesellschaftliche Feiern, wird es deshalb unter Leitung des Verbandes nicht geben. Da im kommenden Jahr turnusgemäß kein Bürgerfest abgehalten wird, bleibt Zeit, eine neue Vorstandschaft zu suchen.

"Verband geprägt"

Bürgermeister Anton Gareis würdigte die Leistungen Angers in den vergangenen 20 Jahren. "Weit über 100 Arbeitssitzungen wurden unter seiner Führung abgehalten, und Anger hat den Stadtverband in all den Jahren entscheidend geprägt. Er hat jeden Verein unterstützt und geholfen, wenn es notwendig war", meinte das Stadtoberhaupt. Sein Vorschlag, Anger zum Ehrenvorsitzenden zu berufen, wurde von den anwesenden Vereinsvertretern einstimmig befürwortet. Mit einem Gutschein für einen Aufenthalt in Bad Füssing bedankte sich Gareis für die großartigen Leistungen Angers.

Erfolg dank Helfer

Der gescheiterten Vorstandswahl vorausgegangen war eine "normale" Arbeitssitzung, an der auch Stadtpfarrer Ludwig Bock teilnahm. Bei den Ergänzungen des Veranstaltungsplans für das laufende und das kommende Jahr wurde als Termin für das Pfarrfest der 3. Juli 2005 festgelegt. Gleichzeitig sollen der 75. Geburtstag von Pfarrer Bock und dessen 50. Priesterjubiläum gefeiert werden. Mit einem Pfarrfamilienabend am Donnerstag, 30. Juni 2005, im Pfarrsaal werden diese beiden Jubiläen begangen.

Auf das Bürgerfest eingehend, bedankte sich Anger bei allen Helferinnen und Helfern. "Der Erfolg ist nur darauf zurück zu führen, dass wir uns wieder auf unsere Vereine verlassen konnten", unterstrich Anger. Dabei seien 3700 Euro erwirtschaftet worden. Die Vereine des Stadtverbandes werden entscheiden, wofür das Geld verwendet werden soll. Auch Bürgermeister Anton Gareis bedankte sich für die Unterstützung.

Lobend erwähnte Gareis den Einsatz verschiedener Vereine bei der Gestaltung des Ferienprogrammes. Die einzelnen Termine seien im Großen und Ganzen gut besucht gewesen. Die Stadt werde auf Antrag einen Zuschuss geben, gab er bekannt.

Anger lud anschließend zur Teilnahme an den Feierlichkeiten anlässlich des Volkstrauertages am 14. November ein. Gedenkfeiern würden in Pressath, Troschelhammer, Dießfurt, Friedersreuth und Schwarzenbach veranstaltet. Die Vereine erhalten dafür gesonderte Einladungen.

Die "letzte" Amtshandlung von Andreas Anger war ein Appell an die Versammlung, doch einen Nachfolger zu suchen. "Mir ist ganz weh ums Herz", meinte er. Er versprach, auch in Zukunft im Stadtverband mitzuarbeiten. Gleichzeitig bedauerte er, dass die Vorgespräche kein zählbares Ergebnis hatten. Weitere Treffen müssten nun vereinbart werden, erklärte Gareis. In einer der kommenden Arbeitssitzungen soll dann doch eine neue Vorstandschaft gewählt werden.

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