17.09.2004 - 00:00 Uhr
PressathOberpfalz

Vielfältige Aufgaben einer Mühle - CSU unternimmt Ausflug ins Erzgebirge: Getreide, Münzen und Eisen

von Autor ISProfil

Das Erzgebirge um die Städte Annaberg-Buchholz und Zschopau war das Ziel eines Tagesausflugs des CSU-Ortsverbandes. Organisiert hatte die Fahrt Herbert Müller, der sich auch als ortskundiger Fremdenführer bewährte. Vorsitzender Gottfried Kraus freute sich, dass der Bus der Firma Fraunholz nahezu ausgebucht war.

Vorher Getreidemühle

In der Nähe von Chemnitz wurden die Teilnehmer auf einem Autobahnrastplatz mit einem Weißwurstessen überrascht. Frisch gestärkt ging es weiter über die Kreisstadt Annaberg-Buchholz zum Hammerwerk Frohnau. Der "Frohnauer Hammer" ist ein altes, mit Wasserkraft betriebenes Werk, das auf eine reiche Geschichte zurückblicken kann. Drei Hämmer mit einem Eigengewicht von 100, 200 und 250 Kilogramm lagern im hölzernen Stempelgerüst, wobei der kleinste noch in Funktion vorgeführt wird. Der Vorgängerbau war im 15. Jahrhundert eine Getreidemühle, die dann von 1498 bis 1502 zur Münzherstellung genutzt wurde. 1657 wurde sie zum Eisenhammer umgebaut, mit dem bis zum Jahr 1904 produziert wurde.

Dem Betrieb gegenüber steht das Herrenhaus, in dem die Wohn- und Schlafräume der früheren Eigentümer im Original-Zustand erhalten sind. Mit großem Interesse wurde dort die kunstvolle Herstellung eines wunderschönen Klöppeldeckchens bestaunt. Auch die großartigen Schnitzereien zahlreicher einheimischer Künstler gefielen den Pressathern.

Der weitere Weg führte die Besuchergruppe dann anschließend zur prachtvoll renovierten Augustusburg in der Nähe von Zschopau. Dieses Baudenkmal ist eine der bedeutendsten Renaissanceanlagen Deutschlands. Es wurde 1568 bis 1572 als weithin sichtbares monumentales Jagd- und Lustschloss errichtet. Heute sind darin ein Motorradmuseum, ein Kutschenmuseum und ein Jagdtier- und Vogelkundemuseum untergebracht.

Falken sollen fliegen

Bei einer Vorführung der Falknerei zeigten Schreiseeadler, Eulen, Geier und Falken ihr großes Flug- und Jagdgeschick. Die Besichtigung des Schlosses führte durch das Brunnenhaus mit dem über 130 Meter tiefen Brunnen, die Schlosskirche und den Marstall mit seinen herrlichen Kutschen und Schlitten. Am späten Nachmittag ging es dann über die A 72 wieder zurück nach Bayern. Im ältesten Gasthaus Bayerns, im "Roten Ochsen" in Falkenberg, zeigten sich alle Teilnehmer bei einer zünftigen Brotzeit und beim Zoigl sehr zufrieden mit dem erlebnisreichen Ausflug. Ihr besonderer Dank galt Herbert Müller, der spontan zum künftigen "Vergnügungswart" des CSU-Ortsverbandes ernannt wurde.

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