15.02.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

40 Prozent Zuschuss Für subventionierte Stromsäule

Der Freizeitsee Dießfurt beschäftigte den Pressather Stadtrat in seiner Februarsitzung (wir berichteten) noch ein zweites Mal. Die Grafenwöhrer US-Garnison hatte sich an die Stadt gewandt, weil sie dort für März eine eintägige "Brückengerätübung" plant. Zu einer Zustimmungserklärung sah sich das Gremium allerdings noch außerstande.

von Bernhard PiegsaProfil

"Die Amerikaner haben sich an uns gewandt, weil wir einen Nutzungsvertrag für das Freizeitseeareal haben", berichtete Bürgermeister Werner Walberer. Eigentümer seien aber die Bayerischen Staatsforsten. Bis zur Klärung der Zuständigkeit und der Frage, ob der "obere See", der noch bergrechtlichen Sondervorschriften unterworfen ist, überhaupt als Übungsgelände in Frage kommt, stellte der Stadtrat seine Entscheidung zurück. Ferner stimmte das Gremium zu, die Montage einer Elektrofahrzeug-Ladesäule im Stadtgebiet unverbindlich beim "Bayernwerk" vormerken zu lassen. Ein entsprechendes Angebot hatte der Stromnetzbetreiber der Stadt zukommen lassen.

Zwei Ladepunkte

"Nach Abzug eines 40-prozentigen Zuschusses aus einem Bundesförderprogramm, den das Bayernwerk in unserem Auftrag beantragen würde, würde die Säule uns noch 3408 Euro kosten", informierte Walberer. Hinzu kämen die Kosten für einen Stromanschluss: "Das wären einmalig 2000 bis 2500 Euro, doch würden auch hiervon 40 Prozent Zuschuss abgezogen." Außerdem wären 59 Euro monatliche Servicegebühr an den Stromversorger zu entrichten.

Die freistehende Säule böte zwei Ladepunkte, so dass zwei Fahrzeuge gleichzeitig Strom "tanken" könnten. Über den Standort müsste noch entschieden werden. Das Bayernwerk betonte, dass die Stadt sich mit einer zustimmenden Antwort in keiner Weise binde und ihre Zustimmung "jederzeit widerrufen" könne. Die drei Stadtratsfraktionen nahmen das Angebot wohlwollend auf. "Wir haben immer Offenheit für die Energiewende bekundet und sollten deshalb dieses Angebot nicht ausschlagen, das uns ja noch nicht bindet", meinte dritter Bürgermeister Wolfgang Graser (FWB).

Dieser Meinung waren auch zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU), sein Fraktionskollege Martin Schmidt sowie Richard Waldmann (FWB) und die SPD-Räte Bernhard Stangl und Christian Mörtl. "Als Kommune sollten wir Vorreiter sein", warb Stangl, und auch Bürgermeister Walberer verwies auf die "Vorbildfunktion der Kommunen".

Christian Mörtl merkte an, dass der Gewerbering gleichfalls eine Förderung der Elektromobilität befürworte. Vizebürgermeister Schwärzer riet allerdings auch, den Kontakt mit dem Unternehmen "Neue Energien West" zu suchen: "Wenn wir zu guten Konditionen mit unserem regionalen Anbieter kooperieren könnten, sollten wir es tun." So sah es auch Bernhard Stangl. Charlotte Hautmann (CSU) monierte die mit dem Angebot verbundenen Folgekosten, die die Rentabilität schmälerten.

Bauantrag

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Stadtrat dem Bauantrag der Firma Ludwig Schleicher für eine neue Fertigungshalle und die Erweiterung des Bürogebäudes an der Neu-Weiher-Straße. Auch gegen die 27. Änderung des Regionalplans Oberpfalz-Nord, die die verkehrspolitischen Ziele und Grundsätze neu fasst, erhob sich kein Einwand.

Nach Abzug eines 40-prozentigen Zuschusses aus einem Bundesförderprogramm, den das Bayernwerk in unserem Auftrag beantragen würde, würde die Säule uns noch 3408 Euro kosten.Bürgermeister Werner Walberer

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