Bauausschusssitzung Pressath
Strittige Stellfläche bleibt

Zumindest bis zur mittelfristig geplanten Altstadtsanierung im Bereich westliche Schulstraße bleibt der Parkplatz an der Nordseite der Altstadt-Apotheke erhalten. Bild: bjp
Politik
Pressath
05.12.2016
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Kurz war die Tagesordnung, die der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung des Jahres abzuarbeiten hatte. Hauptthema war die schon in der Stadtrats-Novembersitzung angesprochene von der SPD vorgeschlagene Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Licht.

Aus ökologischer Sicht wäre ein solcher Schritt zu bejahen, urteilte Bürgermeister Werner Walberer. Unter finanziellem Aspekt sei daran aber kaum zu denken. "Im gesamten Stadtgebiet einschließlich der Ortschaften leuchten 836 Laternen, von denen nur wenige bereits mit LED-Leuchteinheiten bestückt sind", wusste das Stadtoberhaupt. Eine Komplettumrüstung der Brennstellen auf Leuchtdioden schlüge mit etwa 400 000 Euro zu Buche, was auch deshalb indiskutabel sei, weil die Stadt einen Großteil der Laternen erst vor wenigen Jahren mit Gelblicht habe bestücken lassen.

Doch selbst wenn man sich auf die Umrüstung jener 86 Lampen beschränkte, die noch mit veralteten Natriumdampflampen ausgestattet seien, wären an die 50 000 Euro aufzuwenden. Diese Summe, die nicht staatlich bezuschusst würde, hätte sich aufgrund des um etwa 50 Prozent niedrigeren Stromverbrauchs erst nach zwölf Jahren amortisiert. Stefan Brüderer und Max Schwärzer (beide CSU) sowie Bernhard Stangl (SPD) empfahlen, das Problem gleichwohl nicht aus dem Blick zu verlieren. Ratsam sei, dort auf LED umzurüsten, wo ohnehin Straßen saniert würden. Dies befürworteten auch die übrigen Ausschussmitglieder und Bürgermeister Walberer.

Zur Verbesserung der Beleuchtungssituation in der Neu-Weiher-Straße am Straßenabzweig vor Haus Nummer 13 bejahte der Ausschuss als vorläufige Lösung, die Laterne an der Verbindungsstraße zwischen Neu-Weiher- und Kettelerstraße mit einem lichtstärkeren Klarglas-Beleuchtungskörper zu versehen. Über die Platzierung einer Solarstromlaterne an der Straßenabzweigung wird das Gremium im Frühjahr beraten, weil sich die an anderen Standorten montierten Solarleuchten noch im Testbetrieb befinden.

Bis auf Weiteres erhalten bleibt der Parkplatz an der Schulstraße bei der Altstadt-Apotheke, dessen Beseitigung die Stadtverwaltung nach dem Umzug des "Stoff-Shops" in die Bachstraße erwogen hatte. Apotheker Josef Gmehling hatte sich hiergegen gewandt und auf die Bedeutung des Stellplatzes für seine Kundschaft verwiesen. Auch die CSU-Räte Norbert Höfer und Max Schwärzer plädierten nachdrücklich für dessen Erhalte. Durch Fahrbahnmarkierungen will die Stadt allerdings verdeutlichen, dass zwischen diesem Parkplatz und den Stellplätzen vor der Kreuzung Schulstraße/Schellenberg das Parken verboten ist.

Keinen dringlichen Bedarf sieht der Bauausschuss für zusätzliche Behindertenparkplätze am Turnhallen-Westeingang beim Wendehammer der Ludwig-Bock-Straße. Die zwei Sonderparkplätze bei der Schulbushaltestelle würden selten genutzt, Klagen über einen Mangel an Stellflächen für mobilitätseingeschränkte Menschen seien ihm bislang nicht zugetragen worden, berichtete Bürgermeister Walberer. Norbert Höfer gab allerdings zu bedenken, dass die bestehenden Behindertenparkplätze ein Stück von der Turnhalle entfernt seien. Der Ausschuss kam überein, auch dieses Problem im Auge zu behalten. Sollte sich ein ernster Bedarf an zusätzlichen Sonderstellplätzen abzeichnen, werde die Stadt umgehend reagieren.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Ausschuss für die Bauvoranfrage von Albert Reis wegen eines geplanten Pkw-Unterstands in Waldmühle.
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