02.07.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Bürgermeisterin Carmen Pepiuk zieht kommunalpolitische Halbzeitbilanz Bilanz zum "Bergfest"

Zur Rückschau auf drei Jahre hatte die CSU eingeladen, doch ließ die Bürgermeisterin keinen Zweifel, dass das bisher Erreichte ein Gemeinschaftswerk aller Gemeinderatsfraktionen und darüber hinaus aller Ortsgemeinschaften und Vereine war.

Eine umfangreiche gemeindepolitische Halbzeitbilanz zog Bürgermeisterin Carmen Pepiuk beim Informationsabend der Trabitzer CSU. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Burkhardsreuth. "Bergfest" in Burkhardsreuth: Vor einer kleinen, aber interessierten Zuhörerrunde im Gasthof Lober zog Bürgermeisterin Carmen Pepiuk kommunalpolitische Halbzeitbilanz. "Wenn in unserer Gemeinde eine lebens- und liebenswürdige Atmosphäre herrscht, ist das diesem Gemeinschaftsgeist zu verdanken", betonte Pepiuk. Dem bewährten Miteinander verdanke man nicht nur schmucke Kinderspielplätze und würdige Gefallenenmahnmale, sondern auch Vorzeigeprojekte wie den Zessauer Ortskern mit Gemeinschaftshaus oder den Pichlberger Wassererlebnisplatz, die über die Gemeindegrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt hätten.

Hilfe habe die Gemeinde auch von den kirchlichen Vereinen, insbesondere der Landjugend. Pepiuk nannte Projekte, wie die Jugendheimrenovierung. Auf private Initiativen hin wurde das Preißacher Fernwärmenetz und das WC am Friedhof erneuert und das Schmierhofer Bushäuschen bemalt. Eines der umfangreichsten Projekte der letzten Jahre sei der Ausbau des Breitbandnetzes gewesen, viele Investitionen seien außerdem in die Instandhaltung und Erneuerung von Straßen und Wegen und die Bauhofmodernisierung geflossen.

Erreicht habe das Gremium ferner die Aufnahme in das Landesprojekt "boden:ständig", um dem Abschwemmen von Erdboden oberhalb Pichlbergs bei starkem Regen dauerhaft entgegenzuwirken. Die Gemeinde strebe an, den Ort ins Dorferneuerungsprogramm einzubeziehen. Im September solle der Startschuss zur Renovierung des Trabitzer "Meierhofs" fallen, ein weiteres Großvorhaben sei die für 2018 anvisierte Erschließung der neuen Baugebiete in Preißach und Trabitz: "Mit der ,Memory'-Sanierung halten wir das überregional angesehene ,Learning Campus'-Unternehmen mit einer wertvollen Jugendhilfeeinrichtung und zahlreichen Arbeitsplätzen in der Gemeinde. Für die insgesamt 16 neuen Bauplätze gibt es schon die ersten Anfragen junger Familien."

Die gemeindeeigenen Anwesen im Hauptort Trabitz, so Pepiuk, sollen mittelfristig mit Biogas aus Blankenmühle versorgt werden. Ein Anschluss an dieses Netz werde auch den Unternehmen und Privathaushalten angeboten. Fest eingeplant seien neue Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehren Burkhardsreuth und Feilersdorf und Arbeiten am Abwassernetz. Zudem erhalte im kommenden Jahr die Straße von Feilersdorf nach Feilershammer eine dringend nötige Oberbauverstärkung.

Erneuern wolle man überdies den Haidenaabsteg bei Blankenmühle, der vielleicht in das Fernradwegenetz einbezogen werden könne, und den Küblweg bei Pichlberg. Schließlich sei zu hoffen, dass die Gemeinde in das Bundesprogramm "Demokratie leben" einbezogen werde, um den Burkhardsreuther Schulhof aufzufrischen: "Hierbei könnten die Jugendlichen der Vereine, die das Schulhaus nutzen und unsere Flüchtlinge mitarbeiten, so dass das Vorhaben womöglich kostenneutral verwirklicht werden kann", hielt Pepiuk fest.

Auch Rückschläge

"Nicht in allen Gemeinden" sei die Aufnahme und Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen so reibungslos geglückt, freute sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bei der Halbzeitbilanz des CSU-Ortsverbands. Sieben unbegleitete Jugendliche und vier junge Erwachsene seien hier mit Unterstützung von Helferkreis, Spielvereinigung und vielen gastfreundlichen Bürgern heimisch geworden, nennenswerte Probleme gebe es nicht.

Neben allen Erfolgen habe die Gemeinde aber auch Rückschläge, wie die Schließung des Faurecia-Werks und den einstweiligen Produktionsstopp bei Keßl in Bärnwinkel, hinnehmen müssen, bedauerte die Bürgermeisterin. Auch die Fördermittel aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Bundes für eine energetische Sanierung des katholischen Kindergartens habe die Gemeinde zurückzahlen müssen, weil nach der Einbeziehung Burkhardsreuths in die Seelsorgeeinheit Pressath kirchliche Richtlinien einer umfassenden Renovierung entgegenstünden. Die Modernisierung des Kindergartenstandorts bleibe aber auf der Tagesordnung. (bjp)

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