11.04.2017 - 20:00 Uhr
PressathOberpfalz

Georgi-Markt: Fieranten fehlen unentschuldigt: Gute Bilanz mit Schönheitsfehler

Beim Georgi-Markt am vergangenen Sonntag in Pressath fehlt etwas. Kunden sind genug da, aber in der Bahnhofstraße werden einige Fieranten schmerzlich vermisst.

Viele Menschen, aber wo sind nur die Fieranten-Stände? Dass am Sonntag einige Händler trotz Anmeldung und bestem Wetter die Pressather Bahnhofstraße mieden, sorgt unter anderem bei Pressather Gewerbetreibenden für Ärger. Bild: do
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Sonnenschein, Besucher auch von außerhalb, die nicht nur schauen, sondern auch kaufen. Die Georgi-Markt-Bilanz aus Händlersicht fällt positiv aus - eigentlich. Denn trotz guter Umsätze trübt ein Detail die Bilanz. Dass nämlich manch Fieranten-Stellplatz leer blieb sei nicht nur den Pressather Einzelhändlern aufgefallen. "Ich wurde immer wieder von Kunden darauf angesprochen", sagt ein Gewerbevereinsmitglied, das seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Auf dem ganzen Markt habe es keine Bratwürste zu kaufen gegeben, weil der Metzger-Wagen nicht wie angemeldet gekommen sei. Auch auf andere Angebote warteten die Kunden vergeblich: etwa Blumen- und Fischhändler bezogen ihre Plätze trotz Anmeldung nicht. "Auch dies haben Kunden immer wieder angesprochen", sagt der Händler, der nun befürchtet, dass es sich auswärtige Kunden bei künftigen Märkten überlegen werden, ob sie erneut nach Pressath kommen.

Das Problem kennt man auch bei der Stadt. Von den rund 20 angemeldeten Fieranten seien etwa eine Handvoll ohne Begründung nicht erschienen, heißt es von dort. "Es ist allerdings schwer dagegen etwas zu unternehmen", gesteht Bürgermeister Werner Walberer. Bis zum nächsten Markt werde sich die Verwaltung dazu Gedanken machen. Eine Möglichkeit wäre, die Standgebühr künftig schon bei der Anmeldung zu kassieren. "Wie sich das auswirkt, kann man vorab aber nicht sagen", meint Walberer.

Die Gewerbetreibenden würden diesen Vorschlag wohl unterstützen. "Wir sollten vor dem nächsten Markt ohnehin einmal die Fieranten-Liste durchgehen", schlägt der Händler vor, der aber im Rückblick auf den Georgi-Markt auch das Positive nicht unter den Tisch fallen lassen möchte. Denn insgesamt sei der Eindruck der Einkaufsstadt Pressath durchaus positiv gewesen. Viele Händler haben sich beteiligt, den Kunden mit Aktionen und Nachlässen etwas geboten. "Auch draußen am PEZ war der Andrang riesig", bestätigt Gewerbering-Vorsitzender Martin Pepiuk. Wenn jetzt noch die Lücken bei den Verkaufsständen verschwinden, steht dem nächsten Markttreiben nichts mehr im Wege.

 

 

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