Karl Rodler verlässt Pressather Stadtrat
Wechsel bei den Freien

Karl Rodler. Archivbild: bjp
Politik
Pressath
07.12.2016
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Karl Rodler nimmt den Hut. Der frühere dritte Bürgermeister gibt bei der Stadtratssitzung am Donnerstag offiziell sein Stadtratsmandat zurück. Der Nachfolger steht fest, es ist aber nicht der erste Nachrücker.

Karl Rodlers Ausscheiden kommt nicht überraschend. Schon nach der Stadtratswahl hatte er angekündigt, nicht die vollen sechs Jahre dem Gremium angehören zu wollen. Mit dem Beginn der neuen Legislaturperiode gab er sein Amt als dritter Bürgermeister an Wolfgang Graser ab. "Vor einigen Tagen hab' ich 70. Geburtstag gefeiert. Den habe ich mir als Marke für meinen Rückzug gesetzt", sagt Rodler nun zu seinem kompletten Rückzug aus dem Stadtrat. In der Dezembersitzung am Donnerstag vollzieht er diesen Schritt, Rodler zieht sich von seinem Ehrenamt zurück.

Erst im Januar

Auf der Tagesordnung folgen nach diesem Punkt gleich zwei Kandidaten für die Nachfolge im Stadtrat: Eckhard Bodner und Richard Waldmann. Dies liegt daran, dass der erste Nachrücker Bodner bereits abgewunken hat. "Ich habe beim Bürgermeister schon meinen Verzicht erklärt", bestätigt der Buchhändler.

Richard Waldmann hat dagegen seine Bereitschaft erklärt, "aber noch nicht in der Dezembersitzung", wie er sagt. Der Advent sei für ihn als Leiter dreier Chöre und hauptamtlicher Musiklehrer an der Kreismusikschule in Cham schon berufsmäßig eine sehr arbeitsreiche Zeit. "Ich schaff' es am Donnerstag einfach nicht." Deshalb werde er nun im Januar in seinem neuen Amt vereidigt.

Dass er das Ehrenamt annimmt, sei tatsächlich Ehrensache. "Wer sich nicht einbringt, hat auch kein Recht zu schimpfen." Politisch habe er bislang keine Erfahrung. "Albert Butscher hat mich damals gefragt, ob ich mich für die Liste der Freien Wähler aufstellen lasse." In einer Partei wollte sich Waldmann nicht engagieren. "Mir ist es wichtig, dass ich nach meinem Gewissen entscheiden kann, dies ist beiden Freien Wählern möglich."

"Schweren Herzens"

Eckard Bodner erklärt, dass er "schweren Herzens" verzichtet. "Ich habe mir lange so ein Ehrenamt gewünscht. Jetzt, da sich die Möglichkeit bietet, muss ich absagen." Den Verzicht begründet er mit der Arbeit für seine Buchhandlung. "Dazu bin ich immer noch Vorsitzender im Kulturkreis, bringe mich beim Gewerbering ein und muss auch auf meine Gesundheit achten."

Dass er inzwischen seinen Lebensmittelpunkt nach Speinshart verlegt hat, habe dagegen nichts mit seinem Verzicht zu tun. Die neue Wahlordnung für die Kommunalwahlen erlaube ein Engagement außerhalb des Wohnorts, wenn eine besondere Beziehung zu der Gemeinde besteht. Und dass sei für ihn bei Pressath mit Sicherheit gegeben.
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