Respektvoll und vorurteilsfrei

Mit einer Dankesurkunde und der "Pressather Kaffeetasse" verabschiedete Bürgermeister Werner Walberer (rechts) Karl Rodler in den "Stadtratsruhestand". Bild: bjp
Politik
Pressath
10.12.2016
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Schon seit der Kommunalwahl 2014 hatte er mit dem Gedanken gespielt, zu seinem 70. Geburtstag am 30. November in den "Stadtratsruhestand" zu treten. Karl Rodler sagt "Ade".

Schweren Herzens nahmen seine Ratskollegen am Donnerstag bei der letzten Sitzung des Jahres Rodlers Gesuch um Entbindung vom kommunalen Ehrenamt an. "Mit dir scheidet einer unserer dienstältesten Stadträte aus", blickte Bürgermeister Werner Walberer auf eine 16-jährige Amtszeit zurück.

Am 27. Juli 2000 rückte Karl Rodler auf den Stadtratssitz der aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen "Freie Wählerblock"-Rätin Renate Schulze nach. Gern blickt Rodler, der bis 2011 als Vermessungsingenieur am früheren Vermessungsamt Eschenbach tätig war, auf Marksteine der jüngsten Stadtgeschichte zurück, die er mit setzen durfte: die energetische Modernisierung des Schulhauses, die Altstadtsanierung, den Bau der neuen Schulturnhalle und die Dorferneuerung in Altendorf.

Heimat mitgestalten

"Du hast dich stets verantwortungsvoll für das Wohl unserer Stadt mit ihren Ortschaften eingesetzt - ehrenamtlich, ohne besondere Vergünstigungen, neben deinem Beruf und den familiären Verpflichtungen. Dabei warst du stets vorurteilsfrei auf Ausgleich bedacht, warst bereit zuzuhören und die Meinung anderer zu respektieren", würdigte Walberer Karl Rodlers Arbeit. Ein solches Ehrenamt übernehme nur, wer von dieser Aufgabe überzeugt sei, politisch etwas bewegen und seine Heimat mitgestalten wolle. Mit seiner Sachlichkeit und Motivation habe Rodler die besten Voraussetzungen nicht nur für die Mitarbeit im Finanzausschuss, im Bauausschuss und in der Verwaltungsgemeinschaftsversammlung, sondern insbesondere für das Amt des zweiten Bürgermeisters mitgebracht, das er von 2008 bis 2014 wahrgenommen habe.

"Ich hoffe, du denkst gern an deine Stadtratszeit und besuchst zu den Sitzungen immer wieder einmal deine langjährige Wirkungsstätte", lud der Bürgermeister den frischgebackenen "Alt-Stadtrat" ein. "Das werde ich bestimmt öfters tun", versprach Karl Rodler, als dessen Nachfolger Richard Waldmann in der Januarsitzung vereidigt wird.

Gedenkstättenfahrt: Teilnehmer willkommenIn der Stadtratssitzung wies Ratsmitglied Christian Mörtl (SPD) darauf hin, dass für die vom städtischen Jugendausschuss und vom Kulturkreis angebotene Busfahrt zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg am heutigen Samstag, 10. Dezember, noch Teilnehmer willkommen seien. Außer einer Gedenkstättenführung steht ein Vortrag des früheren Stadtrats Roland Merkl über die Machtübernahme der Nationalsozialisten in Pressath auf dem Programm. Anschließend trifft man sich zum Gespräch im neu eröffneten Konferenzzentrum bei Kaffee und Kuchen.

Abfahrt ist um 13 Uhr am Rewe-Parkplatz, Rückkehr gegen 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung bei der St.-Georgs-Apotheke (Christian Mörtl), Tel. 09644/333, erforderlich. (bjp)
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